Ein Zielgruppenausschluss ist das gezielte Ausnehmen bestimmter Gruppen von der Ausspielung einer Anzeige. Er ist die Gegenrichtung zur Ausrichtung und oft der wirksamere Hebel, weil er Streuverluste unmittelbar senkt.
- Zielgruppenausschluss
Das gezielte Ausnehmen bestimmter Gruppen von der Ausspielung einer Anzeige.
Beispiel: „Der Zielgruppenausschluss nahm bestehende Kunden aus der Neukundenkampagne heraus.“Ausschließen lassen sich eigene Listen, zugeschriebene Merkmale, Interessen, Orte und Platzierungen; die Möglichkeiten unterscheiden sich je Kampagnenart.
Verwandt sind die Negative Keywords, die dasselbe für Suchanfragen leisten.
Welche Zielgruppenausschlüsse sich lohnen
Drei fast immer. Bestandskunden in Neukundenkampagnen, weil sie ohnehin kommen. Bewerber und Mitarbeiter, soweit erkennbar, weil sie keine Kundschaft sind. Und Käufer eines Produkts in der Werbung für genau dieses Produkt.
Dazu kommen Ausschlüsse nach Ort, wenn außerhalb des Einzugsgebiets nicht geliefert wird, und nach Platzierung, wenn die Berichte Umfelder ohne Bezug zeigen.
Wo beim Zielgruppenausschluss Vorsicht geboten ist
Bei Merkmalen, die geschätzt sind. Wer Altersgruppen ausschließt, schließt auch alle falsch zugeordneten aus, und bei geschätzten Merkmalen ist das ein erheblicher Teil.
Besonders heikel ist die Gruppe ohne Zuordnung. Sie wird bei Ausschlüssen oft mit entfernt, obwohl sich darin ein Querschnitt aller Gruppen verbirgt; in vielen Konten ist sie die größte überhaupt.
Was ein Zielgruppenausschluss bringt
Budget für die richtigen Leute. Jeder Klick, der nicht an jemanden geht, der ohnehin nicht kauft, steht für jemanden zur Verfügung, der es könnte; die Wirkung zeigt sich unmittelbar in den Kosten je Anfrage.
Zweiter Nutzen ist die Datenqualität. Wenn Bestandskunden in der Neukundenkampagne mitgezählt werden, sehen deren Zahlen besser aus, als die Werbung ist, und die nächste Entscheidung beruht auf diesem geschönten Bild.