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Weiterleitungskonzept (301-Mapping)

oder auch 301-Mapping, Redirect-Mapping

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026

Ein Weiterleitungskonzept ist die Zuordnung jeder alten Adresse zu ihrem neuen Ziel, aufgestellt vor einem Relaunch oder einem Umzug. Es ist eine Tabelle mit zwei Spalten und die wichtigste Einzelmaßnahme, mit der sich Sichtbarkeit über einen Relaunch retten lässt.

Weiterleitungskonzept (301-Mapping)

Die Zuordnung jeder alten Adresse zu ihrem neuen Ziel vor einem Relaunch oder Umzug.
Beispiel: „Das Weiterleitungskonzept umfasste 1.240 Adressen, von denen 90 keinen Nachfolger hatten.“

Auch: 301-Mapping, Redirect-Mapping. Die Zahl steht für den Statuscode der dauerhaften Weiterleitung.

Der Statuscode 301 sagt „endgültig umgezogen“, der Code 302 sagt „vorübergehend“. Beim Relaunch ist 301 richtig; 302 hält die alte Adresse im Index.

Wie ein Weiterleitungskonzept entsteht

Aus vier Listen, die zusammengeführt werden. Ein Crawl der alten Website liefert alle erreichbaren Adressen. Die Search Console liefert alle, die Impressionen hatten, darunter auch verwaiste. Das Analysewerkzeug liefert die mit Besuchern. Und die Liste der Verweise von außen liefert die, auf die andere zeigen.

Die Vereinigung dieser Listen ist die linke Spalte. Rechts steht je Adresse das neue Ziel, und zwar die Seite, die dieselbe Frage beantwortet. Wo es keine gibt, steht die nächstliegende Übersicht, und wenn auch die fehlt, steht dort bewusst ein 410 für endgültig entfernt.

Welche Fehler ein Weiterleitungskonzept verhindert

Drei, und jeder davon ist teuer. Erstens die Sammelweiterleitung: Alles, was nicht gefunden wird, landet auf der Startseite. Für Besucher ist das eine Sackgasse, und Google behandelt solche Ziele wie eine Fehlerseite. Zweitens vergessene Bereiche, etwa das Blogarchiv, die stillschweigend ins Leere laufen. Drittens Ketten, weil die neue Adresse später noch einmal umzieht.

Der vierte, selteneren Fall betrifft Dateien: PDFs, Bilder und Downloads haben eigene Adressen, stehen in Verweisen von außen und fehlen in fast jedem Konzept.

Was nach dem Livegang mit dem Weiterleitungskonzept passiert

Es wird geprüft, und zwar dreimal. Am Tag des Livegangs stichprobenartig mit den hundert wichtigsten Adressen. In der ersten Woche über den Bericht zu Crawl-Fehlern, der zeigt, was tatsächlich ins Leere läuft. Und nach vier Wochen über den Vergleich der Sichtbarkeit mit dem Stand davor.

Aufgehoben wird die Tabelle dauerhaft. Sie ist die einzige Quelle dafür, warum eine Weiterleitung existiert, und beim nächsten Relaunch die Grundlage, auf der das neue Konzept aufsetzt.

Siehe auch:

Weiterleitungskette (Redirect Chain)

Mehrere Weiterleitungen hintereinander, bis eine Adresse endlich ihr Ziel erreicht.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

URL-Struktur

Der durchgängige Aufbau aller Adressen einer Website nach einem festen Muster.

#Website-Struktur

404-Fehlerseite

Seite, die erscheint, wenn eine aufgerufene Adresse nicht existiert, zusammen mit dem Statuscode 404.

#Website-Struktur #Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Technisches SEO

Die Arbeit daran, dass eine Website abrufbar, aufnehmbar und schnell genug ist.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Relaunch-SEO

Die Arbeit daran, dass eine Website beim Neubau ihre Sichtbarkeit behält.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

sitemap.xml

Datei im XML-Format, die einer Suchmaschine die Adressen einer Website nennt.

#Website-Struktur #Suchmaschinenoptimierung (SEO)