Technisches SEO ist die Arbeit daran, dass eine Website von Suchmaschinen abgerufen, aufgenommen und schnell genug ausgeliefert wird. Es ist die Grundlage der beiden anderen Disziplinen: Ohne Crawlbarkeit und Indexierbarkeit wirkt kein Inhalt und kein Verweis.
- Technisches SEO
Die Arbeit daran, dass eine Website abrufbar, aufnehmbar und schnell genug ist.
Beispiel: „Das technische SEO war nach dem Relaunch die erste Baustelle, weil die Hälfte der Seiten nicht abrufbar war.“Auch: Technical SEO.
Die Disziplin ist überwiegend eine Entwicklungsaufgabe. Sie wird deshalb oft falsch verortet und landet dann zwischen Agentur und Hosting.
Was zum technischen SEO gehört
Vier Felder. Die Steuerung des Zugriffs über robots.txt, Meta Robots und sitemap.xml. Die Eindeutigkeit der Adressen über URL-Struktur, Canonical-Tag und Weiterleitungen. Die Auslieferung, also Statuscodes, Ladezeit, Core Web Vitals und die Darstellung auf dem Telefon. Und die Lesbarkeit für Maschinen, von der Auszeichnung mit strukturierten Daten bis zur Frage, ob Inhalte ohne JavaScript ankommen.
Bei mehrsprachigen Websites kommt hreflang dazu, bei großen Beständen die Verwaltung des Crawl Budget. Beides ist für kleine Websites kein Thema und für große die Hälfte der Arbeit.
In welcher Reihenfolge technisches SEO abgearbeitet wird
Von unten nach oben. Zuerst die Frage, ob die Seiten überhaupt ausgeliefert werden, dann ob sie aufgenommen werden dürfen, dann ob sie eindeutig sind, dann wie schnell sie ankommen. Wer mit der Ladezeit beginnt, während ein Drittel des Bestands auf noindex steht, arbeitet an der falschen Stelle.
Praktisch fängt jede Prüfung mit drei Abrufen an: die Startseite, eine typische Unterseite und eine Adresse, die es nicht gibt. Daran zeigen sich Statuscodes, Weiterleitungen, Kopfzeilen und die Fehlerbehandlung in wenigen Minuten.
Warum technisches SEO selten fertig ist
Weil jede Änderung an der Website es berührt. Ein neues Modul bringt neue Adressen, ein Theme-Update neue Ladezeiten, eine Kampagne neue Parameter. Deshalb gehört die Prüfung in den Betrieb und nicht in ein Projekt, das abgeschlossen wird.
Der zweite Grund sind die Maßstäbe selbst. Die Kennzahlen für die Auslieferung haben sich mehrfach geändert, und was 2020 gemessen wurde, heißt heute anders. Wer die Felder kennt, kommt damit zurecht; wer eine Checkliste von damals abarbeitet, prüft Dinge, die niemand mehr bewertet.