Ein Verzeichnis ist ein Ordner auf dem Server, dessen Name als Abschnitt in der Adresse einer Seite erscheint. In der Adresse beispiel.de/leistungen/webdesign/ sind leistungen und webdesign solche Abschnitte. Bei modernen Redaktionssystemen entsprechen sie meist keinen echten Ordnern mehr.
- Verzeichnis
Ordner auf dem Server, dessen Name als Abschnitt in der Adresse einer Seite erscheint.
Beispiel: „Alle Projektseiten liegen im Verzeichnis referenzen.“Auch: Ordner oder, englisch, Directory. Im Zusammenhang mit Adressen spricht man vom Pfad, der aus den Verzeichnisnamen besteht.
Abgrenzung zur Seitenhierarchie: Die Hierarchie beschreibt die logische Ordnung der Seiten. Die Verzeichnisse bilden sie in der Adresse ab, müssen es aber nicht.
Der Pfad bildet die Struktur ab
Ein Pfad, der der Gliederung folgt, ist für Besucher lesbar und erlaubt das Kürzen: Wer beispiel.de/leistungen/webdesign/ sieht, erwartet unter beispiel.de/leistungen/ eine Übersicht. Diese Erwartung sollte erfüllt werden, sonst landet jemand auf einer Fehlerseite.
Umgekehrt gilt die Erwartung nicht zwingend. Blogartikel und Glossarbegriffe liegen bei uns bewusst flach, weil sich ihre Zuordnung ändern kann, die Adresse aber stabil bleiben soll.
Was moderne Systeme anders machen
Früher entsprach jeder Abschnitt der Adresse einem echten Ordner mit einer Datei darin. Heute nimmt das Redaktionssystem die Adresse entgegen und entscheidet selbst, welche Inhalte es ausliefert. Die Verzeichnisstruktur ist damit eine Darstellung und keine Ablage mehr.
Praktisch heißt das: Eine Seite lässt sich verschieben, ohne Dateien zu bewegen, und die Adresse lässt sich frei wählen. Wer sie ändert, braucht dafür eine Weiterleitung von der alten Adresse.
Der Schrägstrich am Ende
Ob eine Adresse auf einen Schrägstrich endet oder nicht, ist eine Festlegung, die konsequent durchgehalten werden muss. Beide Formen führen sonst zu derselben Seite unter zwei Adressen. Üblich ist bei Verzeichnissen der abschließende Schrägstrich, mit einer Weiterleitung von der Form ohne.