Verweisende Domains sind die verschiedenen Websites, von denen mindestens ein Verweis auf die eigene zeigt. Gezählt werden Quellen und nicht Verweise: Hundert Links von einer Website ergeben eine verweisende Domain.
- Verweisende Domains (Referring Domains)
Die Zahl der verschiedenen Websites, von denen mindestens ein Verweis kommt.
Beispiel: „Die verweisenden Domains stiegen von 40 auf 58, während die Zahl der Links gleich blieb.“Auch: Referring Domains. Manche Werkzeuge zählen zusätzlich verweisende IP-Adressen und Subnetze, um Netzwerke auf einem Server zu erkennen.
Abgrenzung zur Zahl der Backlinks: Die kann durch einen einzigen Link im Seitenfuß einer großen Website in die Tausende gehen, ohne dass etwas gewonnen wäre.
Warum verweisende Domains aussagekräftiger sind
Weil jede Quelle nur einmal zählt und die Bewertung der Suchmaschinen dem folgt. Ein Sitewide Link aus einem Seitenfuß erzeugt Tausende Verweise und eine einzige Empfehlung; in der Zahl der Domains steht genau das.
Dazu kommt, dass sich die Zahl schwer schönen lässt. Die Zahl der Links lässt sich leicht aufblähen, die Zahl unabhängiger Quellen nicht, weil dafür jemand anderes eine Entscheidung treffen muss.
Wie man den Verlauf verweisender Domains liest
Als Kurve und nicht als Stand. Interessant ist, ob regelmäßig neue Quellen dazukommen und ob die alten bleiben. Ein gleichmäßiger Anstieg über Monate ist das Bild einer Website, über die geschrieben wird; ein Sprung nach oben ohne Anlass ist ein Grund, genauer hinzusehen.
Ebenso aufschlussreich ist der Verlust. Verweise verschwinden, wenn Seiten gelöscht oder überarbeitet werden, und ein stetiger Rückgang ohne neue Quellen beschreibt eine Website, die aus der Aufmerksamkeit fällt.
Was verweisende Domains nicht sagen
Nichts über die Qualität. Fünfzig Quellen aus Verzeichnissen ohne Leser sind eine größere Zahl und eine kleinere Wirkung als fünf aus Fachmedien. Deshalb gehört zu jeder Zahl der Blick auf die zwanzig stärksten Quellen.
Außerdem unterscheiden sich die Zahlen je Werkzeug erheblich, weil jedes einen eigenen Index hat. Für den Verlauf nimmt man eine Quelle und bleibt dabei; der Vergleich absoluter Zahlen zwischen Anbietern führt in die Irre.