Die Top-Level-Domain (TLD) ist der letzte Teil eines Domainnamens, also die Endung hinter dem letzten Punkt: .de, .com, .shop. Sie bestimmt, welche Vergabestelle zuständig ist und nach welchen Regeln ein Name vergeben wird.
- Top-Level-Domain (TLD)
Der letzte Teil eines Domainnamens, die Endung hinter dem letzten Punkt.
Beispiel: „Für den Schweizer Markt kam nur die Top-Level-Domain .ch infrage.“Auch: Domainendung, seltener Domain-Suffix. Die Abkürzung TLD ist in der Branche geläufiger als das ausgeschriebene Wort.
Abgrenzung zur Second-Level-Domain: Diese steht links daneben und ist der frei wählbare Teil. Die Endung lässt sich nur auswählen, nicht erfinden.
Wo die Top-Level-Domain im Namen steht
Ganz rechts, hinter dem letzten Punkt. Gezählt wird von dort aus nach links, weshalb die Endung auch First-Level-Domain heißt, auch wenn das kaum jemand sagt.
Alles links davon gehört zu der Domain, die jemand registriert hat: zuerst der frei gewählte Name, dann beliebig viele selbst angelegte Ebenen darüber.
Welche Arten von Top-Level-Domains es gibt
Drei. Die Länderendungen mit zwei Buchstaben heißen ccTLD und folgen der Liste der Ländercodes: .de, .at, .ch. Die allgemeinen Endungen heißen gTLD und waren ursprünglich eine Handvoll, darunter .com, .org und .net. Seit 2013 kommen die neuen TLDs dazu, von .berlin über .shop bis .zone.
Dazu kommen Sonderfälle: .gov und .mil sind amerikanischen Stellen vorbehalten, .int internationalen Organisationen, und einige Endungen gehören einem einzelnen Unternehmen, das sie allein benutzt.
Wie viele Top-Level-Domains es gibt
Deutlich über tausend. Vor 2013 waren es rund 300, fast alles Länderendungen. Dann öffnete die zuständige Aufsicht das Feld für Bewerbungen, und die Zahl verfünffachte sich. Seitdem ist für fast jedes Thema eine Endung zu haben.
Ein Querschnitt dessen, was heute zu haben ist:
Städte und Regionen: .berlin, .hamburg, .koeln, .cologne, .nrw, .bayern, .ruhr und .saarland, dazu .wien, .tirol und .swiss
Branchen und Berufe: .immobilien, .versicherung, .reisen, .schule, .haus, .clinic, .agency und .restaurant
Technik: .app, .dev, .cloud, .tech, .digital, .software, .systems und .page
Handel: .shop, .store, .kaufen, .immo und .jetzt
Allgemeine Wörter: .online, .site, .website, .blog, .live, .world, .life, .today, .news, .media und .xyz
Essen und Trinken: .bar, .beer, .cafe, .pizza und .wine
Rechtsform und Marken: .gmbh sowie Endungen, die einem einzelnen Unternehmen gehören, etwa .bmw, .audi und .seat
Durchgesetzt haben sich davon wenige. Der Bestand liegt weiterhin ganz überwiegend bei den alten Endungen, und in Deutschland führt .de mit großem Abstand. Eine neue Endung lohnt sich deshalb vor allem dort, wo sie zum Namen gehört, etwa bei einer Agentur unter .agency oder einem Laden unter .shop.
Wonach sich die Wahl der Top-Level-Domain richtet
Nach dem Markt. Wer in Deutschland verkauft, nimmt .de, weil Besucher diese Endung erwarten und ihr vertrauen. Wer international arbeitet, nimmt .com. Beides zusammen zu registrieren ist der übliche Weg, schon damit niemand anderes die zweite Fassung bekommt.
Für die Suchmaschine ist die Endung kein Rangmerkmal, wohl aber ein Hinweis auf das Land: Eine Länderendung ordnet die Seite ihrem Markt zu. Wer unter .de steht und in Österreich verkaufen will, braucht deshalb zusätzliche Signale, etwa eine eigene Sprachfassung mit passender Auszeichnung.