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gTLD (Generic Top-Level Domain)

oder auch Generic Top-Level Domain

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Eine gTLD ist eine allgemeine Endung ohne Länderbezug, etwa .com, .org oder .net. Die Abkürzung steht für Generic Top-Level Domain, auf Deutsch etwa allgemeine Endung.

gTLD (Generic Top-Level Domain)

Eine allgemeine Endung ohne Länderbezug, etwa .com, .org oder .net.
Beispiel: „Die gTLD .com war vergeben, die Länderendung noch frei.“

Auch: generische Top-Level-Domain. Die Aufsicht über alle gTLDs liegt bei der ICANN.

Abgrenzung zur ccTLD: Diese steht für ein Land und wird von dessen eigener Stelle vergeben. Für eine gTLD gelten weltweit dieselben Regeln.

Welche gTLDs es zuerst gab

Eine Handvoll aus den 1980er Jahren: .com für Unternehmen, .org für Organisationen, .net für Netzbetreiber, dazu .edu, .gov, .mil und .int für Hochschulen, Behörden, Militär und internationale Einrichtungen.

Gedacht war das als Aufteilung nach Zweck, durchgehalten wurde sie nicht. Heute steht unter .com alles, von der Weltfirma bis zum Vereinsheim; nur die vier Endungen für amerikanische Einrichtungen sind bis heute beschränkt.

Wie aus sieben Endungen über tausend wurden

In zwei Schüben. Zwischen 2001 und 2004 kamen Endungen wie .info, .biz und .name dazu. Den großen Sprung brachte das Programm für neue Endungen, dessen erste Bewerbungsrunde 2012 lief: Über 1.900 Anträge führten zu mehr als tausend neuen Endungen.

Eine zweite Runde lief vom 30. April bis zum 12. August 2026. Eine Bewerbung kostete dabei 227.000 US-Dollar an Prüfgebühr, was erklärt, warum sich dafür vor allem Konzerne und spezialisierte Betreiber interessieren.

Welche gTLD sich wofür eignet

.com bleibt die erste Wahl für alles, was über Ländergrenzen hinweg arbeitet. Sie ist die bekannteste Endung, und Besucher tippen sie aus Gewohnheit, wenn sie unsicher sind. Für Vereine und gemeinnützige Arbeit ist .org eingeführt.

Die neuen Endungen lohnen sich, wenn sie Teil des Namens werden. Eine Agentur unter einer .agency-Adresse oder ein Laden unter .shop sagt mit der Endung schon, worum es geht. Als zweite Adresse neben der Hauptdomain sind sie dagegen meist verschenktes Geld.

Siehe auch:

Top-Level-Domain (TLD)

Der letzte Teil eines Domainnamens, die Endung hinter dem letzten Punkt.

#Domains

ccTLD (Country Code Top-Level Domain)

Eine Länderendung aus zwei Buchstaben, etwa .de, .at oder .ch.

#Domains

Neue TLDs (nTLDs)

Die Endungen, die seit 2013 über das Bewerbungsprogramm der ICANN dazugekommen sind.

#Domains

ICANN

Die Organisation, die weltweit die Vergabe von Namen und Nummern im Internet ordnet.

#Domains

Registry

Die Stelle, die eine Top-Level-Domain betreibt und ihr Verzeichnis führt.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains