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ccTLD (Country Code Top-Level Domain)

oder auch Länderendung

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Eine ccTLD ist eine Länderendung aus zwei Buchstaben, etwa .de für Deutschland, .at für Österreich und .ch für die Schweiz. Die Abkürzung steht für Country Code Top-Level Domain, auf Deutsch länderbezogene Endung.

ccTLD (Country Code Top-Level Domain)

Eine Länderendung aus zwei Buchstaben, etwa .de, .at oder .ch.
Beispiel: „Für den österreichischen Markt kam die ccTLD .at dazu.“

Auch: Länderendung, länderspezifische Top-Level-Domain. Die Liste folgt den zweibuchstabigen Ländercodes der Norm ISO 3166-1.

Abgrenzung zur gTLD: Diese ist nicht an ein Land gebunden und wird weltweit nach denselben Regeln vergeben.

Wer eine ccTLD vergibt

Jedes Land regelt seine Endung selbst. In Deutschland ist das die DENIC, in Österreich nic.at, in der Schweiz Switch. Diese Stellen legen fest, wer registrieren darf, welche Zeichen erlaubt sind und was bei Streit geschieht.

Die Unterschiede sind größer, als es aussieht. Manche Länder verlangen einen Wohnsitz oder eine Niederlassung, andere einen Ansprechpartner vor Ort, und wieder andere geben die Endung an jeden ab. Vor der Registrierung einer fremden Länderendung lohnt deshalb ein Blick in deren Vergaberegeln.

Was eine ccTLD für die Sichtbarkeit bedeutet

Sie ordnet eine Website einem Markt zu. Eine Seite unter .de gilt bei Google als auf Deutschland ausgerichtet, ohne dass dafür etwas eingestellt werden müsste. Für ein Unternehmen, das genau dort verkauft, ist das ein Vorteil.

Umgekehrt ist es eine Fessel: Wer unter .de steht und später in mehreren Ländern verkaufen will, kann diese Zuordnung nicht einfach abschalten. Der übliche Weg führt dann über eine .com-Fassung mit Sprachversionen oder über eigene Domains je Land.

Warum manche Länderendungen als Wortspiel dienen

Weil die zwei Buchstaben zufällig passen. .io gehört dem Britischen Territorium im Indischen Ozean und ist bei Entwicklern beliebt, .ai gehört Anguilla und ist seit dem Aufschwung der künstlichen Intelligenz begehrt, .co gehört Kolumbien und dient als Kurzform für company.

Diese Beliebtheit hat eine Kehrseite. Der Zuschnitt einer Länderendung hängt an der politischen Lage ihres Landes, und Preise können steigen, wenn eine Endung in Mode kommt. Wer darauf eine Marke aufbaut, trägt dieses Risiko mit.

Siehe auch:

Top-Level-Domain (TLD)

Der letzte Teil eines Domainnamens, die Endung hinter dem letzten Punkt.

#Domains

gTLD (Generic Top-Level Domain)

Eine allgemeine Endung ohne Länderbezug, etwa .com, .org oder .net.

#Domains

DENIC

Die Genossenschaft, die die Endung .de betreibt.

#Domains

Registry

Die Stelle, die eine Top-Level-Domain betreibt und ihr Verzeichnis führt.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver