Symmetrische Verschlüsselung ist ein Verfahren, bei dem derselbe Schlüssel zum Verschlüsseln und zum Entschlüsseln dient. Das bekannteste Verfahren dieser Art ist AES.
- Symmetrische Verschlüsselung
Ein Verfahren, bei dem derselbe Schlüssel zum Verschlüsseln und zum Entschlüsseln dient.
Beispiel: „Die Sicherung läuft über symmetrische Verschlüsselung, weil die Datenmenge groß ist.“Auch: Weil beide Seiten denselben Schlüssel haben, heißt er geteiltes Geheimnis oder Shared Secret.
Abgrenzung zur asymmetrischen Verschlüsselung: Dort gibt es zwei verschiedene Schlüssel, einen zum Verschlüsseln und einen zum Entschlüsseln.
Warum symmetrische Verschlüsselung schnell ist
Weil sie mit einfachen Rechenschritten arbeiten. Ein symmetrisches Verfahren vertauscht und verknüpft Bits in vielen Runden; das lässt sich in Hardware gießen, und moderne Prozessoren haben eigene Befehle dafür. Asymmetrische Verfahren rechnen dagegen mit sehr großen Zahlen und brauchen ein Vielfaches an Zeit. Alles, wo viele Daten durchlaufen, arbeitet deshalb symmetrisch: Festplatten, Sicherungen, Datenbanken, der eigentliche Datenstrom einer TLS-Verbindung.
Woran symmetrische Verfahren scheitern
Am Austausch des Schlüssels. Beide Seiten brauchen denselben Schlüssel, bevor sie miteinander sprechen können, und der Weg dorthin ist die Lücke: Wer den Schlüssel über denselben Kanal schickt, den er schützen will, hat nichts gewonnen. Dazu kommt die Menge. Für jedes Paar von Teilnehmern braucht es einen eigenen Schlüssel, und bei hundert Teilnehmern sind das fast fünftausend.
Wie beide Verfahren zusammenarbeiten
Das asymmetrische Verfahren einigt die Schlüssel, das symmetrische überträgt die Daten. Genau so arbeitet jede Verbindung über HTTPS: Im Handschlag am Anfang wird mit asymmetrischen Verfahren ein frischer symmetrischer Schlüssel vereinbart, und der ganze Rest der Sitzung läuft dann schnell über diesen einen Schlüssel. Beide Verfahren sind also keine Alternativen, sondern zwei Teile eines Ablaufs.