Die HDD (Hard Disk Drive) ist die klassische Festplatte mit drehenden magnetischen Scheiben und einem beweglichen Schreib-Lese-Kopf. Als Speicher für Websites ist sie abgelöst und hält sich dort, wo viele Daten billig liegen sollen.
- HDD (Hard Disk Drive)
Ein Massenspeicher mit drehenden magnetischen Scheiben und beweglichem Schreib-Lese-Kopf.
Beispiel: „Die Sicherungen lagen auf einer HDD, die laufende Website auf Flash-Speicher.“Auf Deutsch Festplatte. Die Scheiben drehen mit 5.400 oder 7.200 Umdrehungen in der Minute, in Servern auch mit 10.000; daraus ergibt sich eine Zugriffszeit von etwa fünf bis zehn Millisekunden.
Abgrenzung zur SSD: Diese hat keine beweglichen Teile und erreicht jede Stelle ohne Kopfbewegung. Bei vielen kleinen Zugriffen liegen Faktoren zwischen beiden.
Warum die HDD für Websites ausgedient hat
Wegen der Zahl der Zugriffe. Eine Platte schafft rund 100 bis 200 in der Sekunde, weil der Kopf jedes Mal zur richtigen Spur fahren muss. Ein CMS liest für eine einzige Seite hunderte kleine Dateien.
Beim Lesen großer Dateien liegt sie mit 150 bis 250 Megabyte in der Sekunde ordentlich. Diese Zahl steht in Angeboten, hilft einer Website aber kaum, weil dort der Weg des Kopfes begrenzt und nicht der Durchsatz.
Wo die HDD weiter ihren Platz hat
Beim Ablegen großer Mengen. Sicherungen, Bildarchive, Protokolle und Videos kosten je Terabyte bis heute einen Bruchteil, und sie werden selten und dann der Reihe nach gelesen.
Deshalb steht in Rechenzentren oft beides: Flash für alles, was antworten muss, und Platten für alles, was aufgehoben wird. Im Tarif heißt diese Zeile dann Backup-Speicher, siehe Snapshot.
Was eine HDD ausfallen lässt
Die Mechanik. Lager, Motor und Kopf laufen tausende Stunden, und der Ausfall kommt oft angekündigt: zunehmende Lesefehler, umgeleitete Sektoren, hörbares Klacken.
Die Werte dazu stehen in SMART, einer Selbstprüfung, die jede Platte mitführt. Verlassen sollte sich darauf niemand, weshalb Platten in einem Server im Verbund laufen und die Daten zusätzlich gesichert werden.