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Asymmetrische Verschlüsselung

oder auch Public-Key-Verschlüsselung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Asymmetrische Verschlüsselung ist ein Verfahren mit zwei zusammengehörenden Schlüsseln, von denen einer öffentlich sein darf. Was mit dem einen verschlüsselt wurde, lässt sich nur mit dem anderen wieder lesbar machen.

Asymmetrische Verschlüsselung

Ein Verfahren mit zwei zusammengehörenden Schlüsseln, von denen einer öffentlich sein darf.
Beispiel: „Die asymmetrische Verschlüsselung löst das Problem, einen Schlüssel sicher zu übergeben.“

Auch: Public-Key-Verschlüsselung, nach dem öffentlichen Schlüssel, der das Verfahren ausmacht. Das Gegenstück ist der private Schlüssel.

Abgrenzung zur symmetrischen Verschlüsselung: Dort ist es derselbe Schlüssel in beide Richtungen, und er muss geheim übergeben werden.

Wie asymmetrische Verschlüsselung das Austauschproblem löst

Indem es nichts Geheimes mehr zu übergeben gibt. Wer eine Nachricht empfangen will, veröffentlicht seinen öffentlichen Schlüssel; jeder darf ihn haben, und jeder kann damit verschlüsseln. Lesen kann die Nachricht nur, wer den zugehörigen privaten Schlüssel besitzt, und der hat den Rechner nie verlassen. Damit entfällt der Kanal, über den bei symmetrischen Verfahren der Schlüssel laufen muss.

Wofür das Verfahren außer dem Verbergen taugt

Für Signaturen, und das ist in der Praxis der häufigere Fall. Dreht man die Reihenfolge um und verschlüsselt mit dem privaten Schlüssel, kann jeder mit dem öffentlichen nachrechnen, dass die Nachricht vom Inhaber stammt und unterwegs unverändert blieb. Darauf beruhen digitale Zertifikate, signierte Software-Pakete und die Anmeldung mit Passkeys.

Welche Schlüssellängen heute gelten

Für RSA mindestens 3.000 Bit, für Verfahren auf elliptischen Kurven mindestens 250 Bit. Beide Zahlen stammen aus der Technischen Richtlinie TR-02102-1 des BSI in der Fassung vom 23.01.2026 und meinen dasselbe Sicherheitsniveau. Dass die Zahlen so weit auseinanderliegen, ist kein Widerspruch, sondern der Grund, warum elliptische Kurven sich durchgesetzt haben: kürzere Schlüssel, weniger Rechenarbeit, gleiche Sicherheit.

Siehe auch:

Symmetrische Verschlüsselung

Ein Verfahren, bei dem derselbe Schlüssel zum Verschlüsseln und zum Entschlüsseln dient.

#Web-Security

Public Key

Der Schlüssel eines Paares, der weitergegeben werden darf.

#Web-Security

Private Key

Der Schlüssel eines Paares, der geheim bleiben muss.

#Web-Security

RSA (Rivest-Shamir-Adleman)

Das älteste verbreitete asymmetrische Verfahren, benannt nach seinen drei Erfindern.

#Web-Security

Verschlüsselung

Ein Verfahren, das Daten so umwandelt, dass nur lesen kann, wer den passenden Schlüssel hat.

#Web-Security

Public Key Infrastructure

Das Gefüge aus Stellen, Regeln und Verfahren, das öffentliche Schlüssel überprüfbar macht.

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