Split-Horizon-DNS sind zwei Antworten für denselben Namen, je nachdem ob die Frage von innen oder außen kommt. Im Firmennetz führt der Name auf die interne Adresse, von außen auf die öffentliche.
- Split-Horizon-DNS
Zwei Antworten für denselben Namen, je nachdem ob die Frage von innen oder außen kommt.
Beispiel: „Mit Split-Horizon-DNS erreichte intranet.firma.de im Büro den Server nebenan und von außen das VPN-Tor.“Auch Split-Brain-DNS. Umgesetzt wird es über zwei Zonen desselben Namens auf verschiedenen Servern, oder über einen Server, der nach Herkunft der Anfrage unterscheidet.
Abgrenzung zu GeoDNS: Dieses unterscheidet nach Weltregion für dieselbe Öffentlichkeit. Hier geht es um die Trennung zwischen innen und außen.
Wofür Split-Horizon-DNS gebraucht wird
Für Dienste mit zwei Wegen. Ein Server, der im Haus direkt erreichbar ist und von außen über ein Tor, bekommt so denselben Namen für beide Fälle; Zertifikate und Lesezeichen bleiben gleich.
Dazu kommt der Fall, dass interne Namen nach außen gar nicht sichtbar sein sollen, etwa Verwaltungsoberflächen und Testsysteme.
Welche Fallen Split-Horizon-DNS mit sich bringt
Zwei Zonen, die auseinanderlaufen. Ein Eintrag, der nur innen gepflegt wird, fehlt außen, und niemand merkt es, solange alle im Büro sitzen; im Heimbüro fällt es dann auf.
Dazu kommen Geräte, die ihren eigenen Resolver benutzen und damit immer die äußere Antwort bekommen, siehe DNS over HTTPS.
Wie Split-Horizon-DNS sauber betrieben wird
Mit einer Quelle für beide Seiten. Wer die interne Zone aus derselben Pflege erzeugt wie die äußere und allein die abweichenden Einträge überschreibt, vermeidet den Großteil der Fehler.
Die Alternative ist ein eigener Namensraum für innen, etwa eine eigene Unterdomain. Das ist weniger elegant und dafür eindeutig.