Ein Recursive DNS-Server ist der Server, der eine Anfrage für andere vollständig auflöst und das Ergebnis behält. Er arbeitet die Kette von der Wurzel bis zum zuständigen Nameserver selbst ab.
- Recursive DNS-Server
Der Server, der eine Anfrage für andere vollständig auflöst und das Ergebnis behält.
Beispiel: „Im Firmennetz stand ein eigener Recursive DNS-Server, damit keine Anfrage nach außen ging.“Auf Deutsch rekursiver DNS-Server. Rekursiv heißt, dass er die Teilfragen selbst stellt, statt den Fragenden an den nächsten Zuständigen zu verweisen.
Abgrenzung zum DNS-Resolver: Die Wörter meinen im Alltag dasselbe. Resolver bezeichnet zusätzlich den kleinen Teil im Betriebssystem, der die Frage überhaupt erst stellt.
Was ein Recursive DNS-Server tut
Er nimmt die Frage an, fragt die Wurzel nach der Endung, die Endung nach dem zuständigen Server und diesen nach dem Eintrag. Das Ergebnis geht zurück und bleibt für die Dauer seiner Gültigkeit gespeichert.
Diese Arbeit nimmt er allen Geräten ab, die ihn fragen. Deshalb stehen solche Server bei Zugangsanbietern, in Unternehmensnetzen und als öffentlicher Dienst, siehe Öffentliche Resolver.
Warum ein Recursive DNS-Server nicht offen stehen darf
Weil er sonst für Angriffe benutzt wird. Ein Server, der jedem antwortet, lässt sich mit gefälschter Absenderadresse ansprechen, und seine Antwort trifft dann ein fremdes Ziel.
Deshalb beantwortet ein solcher Server Anfragen nur aus dem eigenen Netz, und wer ihn öffentlich betreibt, begrenzt die Rate je Herkunft, siehe DNS Amplification Attack.
Wann ein eigener Recursive DNS-Server lohnt
In Netzen mit eigenen Regeln. Wer Namen im Haus auflösen, bestimmte Ziele sperren oder Anfragen im eigenen Netz halten will, betreibt einen eigenen; das kostet wenig Rechenleistung und bringt Kontrolle.
Für eine Website ändert er nichts. Die Besucher benutzen den Server ihres Anbieters, und darauf hat der Betreiber keinen Einfluss.