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SpamBrain

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 21.10.2026

SpamBrain ist das KI-gestützte System von Google, das Spam in den Suchergebnissen erkennt und entwertet. Google hat es 2018 eingeführt und seitdem mehrfach erweitert, zuletzt um die Erkennung unnatürlicher Verweise.

SpamBrain

Das KI-gestützte System von Google, das Spam in den Suchergebnissen erkennt und entwertet.
Beispiel: „Seit SpamBrain auch Verweise bewertet, werden gekaufte Links meist entwertet statt bestraft.“

Es arbeitet laufend und nicht in Durchläufen. Google meldet gelegentlich Updates daran, etwa die Erweiterung auf Linkspam im Dezember 2022.

Abgrenzung zur manuellen Maßnahme: Die trifft ein Mensch und sie steht in der Search Console. SpamBrain arbeitet ohne Mitteilung.

Was SpamBrain tut

Es erkennt Muster, die auf Spam hindeuten, und entwertet, was es findet. Betroffen sind die bekannten Felder: automatisch erzeugte Inhalte ohne Wert, Cloaking, Keyword Stuffing, gehackte Seiten und seit 2022 auch gekaufte und getauschte Verweise.

Bei Verweisen heißt entwerten, dass sie in der Bewertung schlicht nicht mehr zählen. Für die verlinkte Website bedeutet das Wirkungslosigkeit statt Strafe; für die verlinkende kann es weitergehende Folgen haben.

Warum SpamBrain die Arbeit mit Disavow verändert hat

Weil es die Notwendigkeit in den meisten Fällen erübrigt. Google sagt seitdem deutlicher als zuvor, dass unnatürliche Verweise ignoriert werden und die Disavow-Datei nur bei einer manuellen Maßnahme oder bei eigenem Zutun nötig ist.

In der Praxis hat sich das langsamer herumgesprochen als es gilt. Werkzeuge melden weiterhin „toxische“ Verweise, und ganze Dienstleistungen bestehen darin, Listen abzuarbeiten, die niemand abarbeiten muss.

Was aus SpamBrain für die eigene Arbeit folgt

Zweierlei. Erstens Gelassenheit gegenüber fremdem Spam: Verweise, die man nicht bestellt hat, sind in aller Regel kein Problem. Zweitens ein schärferes Risiko bei eigenem Zutun, weil das System dazulernt und Muster auch dann erkennt, wenn sie neu sind.

Was sich nicht geändert hat, ist die Richtung der Arbeit. Ein System, das Gemachtes erkennt, lässt sich nicht überlisten; es lässt sich nur umgehen, indem man nichts macht, was wie gemacht aussieht.

Siehe auch:

Black-Hat SEO

Maßnahmen, die gegen die Richtlinien der Suchmaschinen verstoßen, um Platzierungen zu erzwingen.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Toxische Backlinks

Verweise, die ein Werkzeug als schädlich einstuft, meist aus Spam-Quellen.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Disavow

Die Erklärung an Google, bestimmte Verweise auf die eigene Website nicht zu werten.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Paid Link

Ein Verweis, für den Geld oder eine Gegenleistung geflossen ist.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Google Penalty

Eine Maßnahme von Google gegen eine Website, die gegen die Richtlinien verstößt.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Link Farm

Eine Gruppe von Websites, die nur besteht, um einander zu verlinken.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)