Social Signals sind Reaktionen in sozialen Netzwerken auf einen Inhalt, also Likes, Weiterleitungen und Kommentare. Als unmittelbarer Rankingfaktor gelten sie nicht; Google hat das mehrfach ausgeschlossen.
- Social Signals
Reaktionen in sozialen Netzwerken auf einen Inhalt, oft als Rankingfaktor vermutet.
Beispiel: „Die Social Signals zum Beitrag waren hoch, die Platzierung änderte sich dadurch nicht.“Matt Cutts hat 2014 für Google erklärt, dass Likes und Followerzahlen nicht als Rankingsignal benutzt werden. Spätere Aussagen aus dem Haus bestätigen das.
Die Begründung ist technisch: Die Daten liegen hinter Anmeldeschranken, sind unvollständig abrufbar und lassen sich kaufen.
Wie soziale Netzwerke trotzdem auf die Sichtbarkeit wirken
Auf drei Umwegen. Ein geteilter Beitrag wird von mehr Menschen gesehen, und einige davon verlinken ihn. Eine Marke, die dort vorkommt, wird häufiger namentlich gesucht. Und Inhalte, die dort auffallen, landen in Übersichten und Newslettern, aus denen wieder Verweise entstehen.
Die Wirkung ist also mittelbar und deshalb schwer zu messen. Sichtbar wird sie im Verlauf: Markensuchen und verweisende Domains steigen mit Verzögerung.
Was Social Signals für die Planung bedeuten
Dass soziale Netzwerke als Verbreitungsweg zählen und nicht als Rankinghebel. Wer dort arbeitet, tut es für Reichweite, Bekanntheit und Anfragen; die Wirkung in der Suche ist eine Folge davon.
Umgekehrt lohnt kein Aufwand, der nur auf die Zahlen zielt. Gekaufte Reaktionen erzeugen keine Leser und damit keinen der drei Umwege.
Warum sich die Legende um Social Signals hält
Wegen der Gleichzeitigkeit. Inhalte, die gut laufen, werden geteilt und verlinkt; beides steigt zusammen. Wer nur auf die Reaktionen sieht, hält sie für die Ursache.
Dazu kommt ein Marktinteresse: Reaktionen lassen sich verkaufen, Verweise aus echten Fachquellen nicht in gleicher Weise. Das erklärt, warum die Behauptung so ausdauernd wiederholt wird.