Co-Citation ist die gemeinsame Nennung zweier Marken oder Seiten in demselben Text, auch ohne Verweis. Wer regelmäßig neben den bekannten Namen eines Fachs auftaucht, wird mit diesem Fach in Verbindung gebracht.
- Co-Citation
Die gemeinsame Nennung zweier Marken oder Seiten in demselben Text, auch ohne Verweis.
Beispiel: „Die Co-Citation in einem Branchenvergleich brachte mehr als mancher Verweis.“Der Begriff stammt aus der Bibliometrie, wo er seit 1973 beschreibt, dass zwei Arbeiten von einer dritten gemeinsam zitiert werden.
Verwandt ist die Co-Occurrence, also das gemeinsame Vorkommen von Begriffen im selben Umfeld, ohne dass es um Namen geht.
Woher die Co-Citation in der Suchmaschinenoptimierung kommt
Aus der Beobachtung, dass Seiten für Begriffe ranken, die auf ihnen nicht vorkommen. Erklärt wurde das unter anderem damit, dass Suchmaschinen den Text um einen Verweis herum und die Nachbarschaft der genannten Namen auswerten.
Eine bestätigte Gewichtung gibt es nicht. Was es gibt, sind Patente zur Auswertung des Umfelds von Verweisen und die Tatsache, dass Google Beziehungen zwischen Entitäten pflegt.
Warum die Co-Citation heute wieder zählt
Wegen der Antwortsysteme. Sprachmodelle lernen aus Text, und dort steht keine Linkstruktur, sondern wer neben wem genannt wird. Die gemeinsame Nennung ist damit genau die Form, in der Zuständigkeit entsteht.
Für die Arbeit heißt das: in Übersichten, Vergleichen und Listen des eigenen Fachs vorkommen. Das ist dieselbe Arbeit wie bei unverlinkten Markenerwähnungen, nur mit Blick auf die Nachbarschaft.
Wie man an Co-Citation arbeitet
Über Anlässe, bei denen jemand eine Liste schreibt. Branchenübersichten, Veranstaltungen, gemeinsame Projekte, Verbände, Auszeichnungen: Überall dort entstehen Texte, in denen mehrere Namen nebeneinanderstehen.
Messen lässt sich das mit einer Suche nach dem eigenen Namen zusammen mit dem eines Wettbewerbers. Wer dabei gar nicht auftaucht, kommt in den Übersichten des eigenen Fachs nicht vor, und das ist die Lücke.