Ein SEO-Audit ist eine geordnete Bestandsaufnahme dessen, was die Sichtbarkeit einer Website hemmt. Am Ende steht eine Liste von Befunden mit Begründung, Auswirkung und Aufwand, nach Dringlichkeit sortiert.
- SEO-Audit
Eine geordnete Bestandsaufnahme dessen, was die Sichtbarkeit einer Website hemmt.
Beispiel: „Das SEO-Audit nannte 34 Befunde, von denen vier zusammen 80 Prozent des Problems ausmachten.“Der Wert liegt in der Priorisierung. Eine Liste mit 200 Punkten ohne Reihenfolge ist für den Empfänger wertlos und wird nicht abgearbeitet.
Anlässe sind meist drei: vor einem Relaunch, nach einem Einbruch oder bei Übernahme einer Website, deren Vorgeschichte niemand kennt.
Was in ein SEO-Audit gehört
Vier Bereiche. Die Technik: Erreichbarkeit, Statuscodes, Weiterleitungen, Ladezeit, Auslieferung. Der Index: was aufgenommen ist, was nicht und warum. Der Inhalt: Abdeckung der Themen, Suchabsicht, doppelte und dünne Seiten. Und das Umfeld: Verweise von außen, Erwähnungen, lokale Einträge.
Die Reihenfolge der Prüfung folgt der Abhängigkeit: Was nicht abrufbar ist, braucht keinen guten Text. Deshalb beginnt jedes Audit bei der Technik, auch wenn die interessanten Befunde meist beim Inhalt liegen.
Wie ein SEO-Audit abläuft
In drei Schritten. Zuerst die Datenaufnahme: ein Crawl der Website, die Zahlen aus Search Console und Analysewerkzeug, bei großen Beständen die Serverprotokolle. Dann die Prüfung gegen die vier Bereiche. Zuletzt die Bewertung, bei der jeder Befund eine Einschätzung bekommt, was er kostet und was seine Behebung bringt.
Der letzte Schritt ist der, der den Unterschied macht und den Werkzeuge nicht leisten. Ein Werkzeug meldet 1.400 fehlende Alternativtexte; ob das wichtiger ist als drei Seiten mit noindex, entscheidet ein Mensch.
Was bei einem SEO-Audit herauskommen sollte
Ein Dokument, mit dem jemand arbeiten kann, der nicht dabei war. Je Befund: was festgestellt wurde, wo, warum es zählt, was zu tun ist und wer es tun kann. Dazu eine Reihenfolge, die nach Wirkung und nicht nach Bereich sortiert.
Was nicht herauskommen sollte, ist ein Ausdruck aus einem Werkzeug. Eine Liste ohne Auswahl verschiebt die Arbeit nur zum Empfänger, und dort bleibt sie liegen.