RSA ist das älteste verbreitete asymmetrische Verfahren, benannt nach seinen drei Erfindern Ronald Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman. Es kann sowohl verschlüsseln als auch signieren.
- RSA
Das älteste verbreitete asymmetrische Verfahren, benannt nach seinen drei Erfindern.
Beispiel: „Das Zertifikat nutzt RSA mit 4.096 Bit.“Auch: Die drei Buchstaben stehen für Rivest, Shamir und Adleman; das Verfahren wurde 1977 veröffentlicht.
Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Abkürzung aus der Suchwerbung, wo RSA für Responsive Search Ad steht.
Worauf die Sicherheit von RSA beruht
Auf der Schwierigkeit, eine sehr große Zahl in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Der öffentliche Schlüssel enthält das Produkt zweier großer Primzahlen; wer diese beiden Zahlen kennt, kann den privaten Schlüssel berechnen. Das Multiplizieren ist einfach, das Zerlegen nach heutigem Stand nicht, und dieser Abstand zwischen Hinweg und Rückweg ist das ganze Verfahren.
Welche Schlüssellänge gefordert ist
Mindestens 3.000 Bit. Das verlangt die Technische Richtlinie TR-02102-1 des BSI in der Fassung vom 23.01.2026 für die Länge des Moduls. In der Praxis sieht man deshalb 3.072 oder 4.096 Bit; ältere Schlüssel mit 1.024 oder 2.048 Bit gelten nicht mehr als ausreichend. Verfahren auf elliptischen Kurven erreichen dasselbe Niveau mit 250 Bit, und das ist der Grund, warum neue Systeme meist dorthin wechseln.
Bis wann RSA empfohlen bleibt
Für den Schlüsselaustausch bis 2031, für Signaturen voraussichtlich bis 2035. Diese beiden Zeitpunkte nennt dieselbe Richtlinie, und sie sind keine Prognose über einen Angriff, sondern eine Planungsgröße: Wer heute ein System baut, das länger laufen soll, sieht den Wechsel auf andere Verfahren von Anfang an vor. Hintergrund ist die Aussicht auf Quantenrechner, denen gerade die Faktorzerlegung leichtfallen würde.