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RSA (Rivest-Shamir-Adleman)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

RSA ist das älteste verbreitete asymmetrische Verfahren, benannt nach seinen drei Erfindern Ronald Rivest, Adi Shamir und Leonard Adleman. Es kann sowohl verschlüsseln als auch signieren.

RSA

Das älteste verbreitete asymmetrische Verfahren, benannt nach seinen drei Erfindern.
Beispiel: „Das Zertifikat nutzt RSA mit 4.096 Bit.“

Auch: Die drei Buchstaben stehen für Rivest, Shamir und Adleman; das Verfahren wurde 1977 veröffentlicht.

Nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Abkürzung aus der Suchwerbung, wo RSA für Responsive Search Ad steht.

Worauf die Sicherheit von RSA beruht

Auf der Schwierigkeit, eine sehr große Zahl in ihre Primfaktoren zu zerlegen. Der öffentliche Schlüssel enthält das Produkt zweier großer Primzahlen; wer diese beiden Zahlen kennt, kann den privaten Schlüssel berechnen. Das Multiplizieren ist einfach, das Zerlegen nach heutigem Stand nicht, und dieser Abstand zwischen Hinweg und Rückweg ist das ganze Verfahren.

Welche Schlüssellänge gefordert ist

Mindestens 3.000 Bit. Das verlangt die Technische Richtlinie TR-02102-1 des BSI in der Fassung vom 23.01.2026 für die Länge des Moduls. In der Praxis sieht man deshalb 3.072 oder 4.096 Bit; ältere Schlüssel mit 1.024 oder 2.048 Bit gelten nicht mehr als ausreichend. Verfahren auf elliptischen Kurven erreichen dasselbe Niveau mit 250 Bit, und das ist der Grund, warum neue Systeme meist dorthin wechseln.

Bis wann RSA empfohlen bleibt

Für den Schlüsselaustausch bis 2031, für Signaturen voraussichtlich bis 2035. Diese beiden Zeitpunkte nennt dieselbe Richtlinie, und sie sind keine Prognose über einen Angriff, sondern eine Planungsgröße: Wer heute ein System baut, das länger laufen soll, sieht den Wechsel auf andere Verfahren von Anfang an vor. Hintergrund ist die Aussicht auf Quantenrechner, denen gerade die Faktorzerlegung leichtfallen würde.

Siehe auch:

Asymmetrische Verschlüsselung

Ein Verfahren mit zwei zusammengehörenden Schlüsseln, von denen einer öffentlich sein darf.

#Web-Security

Public Key

Der Schlüssel eines Paares, der weitergegeben werden darf.

#Web-Security

Private Key

Der Schlüssel eines Paares, der geheim bleiben muss.

#Web-Security

AES

Der verbreitetste symmetrische Verschlüsselungsstandard, festgelegt im Jahr 2001.

#Web-Security

Digitales Zertifikat

Eine beglaubigte Zuordnung zwischen einem öffentlichen Schlüssel und seinem Inhaber.

#Web-Security

Kryptographie

Die Lehre von den Verfahren, mit denen sich Daten verbergen und ihre Echtheit belegen lässt.

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