Ein digitales Zertifikat ist eine beglaubigte Zuordnung zwischen einem öffentlichen Schlüssel und seinem Inhaber. Eine dritte Stelle bestätigt mit ihrer Signatur, dass der Schlüssel zu dem genannten Namen gehört.
- Digitales Zertifikat
Eine beglaubigte Zuordnung zwischen einem öffentlichen Schlüssel und seinem Inhaber.
Beispiel: „Das digitale Zertifikat läuft in neunzig Tagen ab und wird vorher erneuert.“Auch: Digital Certificate. Das verbreitete Format heißt X.509 und wird für Websites, E-Mails und Software-Signaturen gleichermaßen benutzt.
Abgrenzung zum SSL-Zertifikat: Das ist ein digitales Zertifikat für den besonderen Zweck, eine Website auszuweisen.
Was in einem digitalen Zertifikat steht
Fünf Angaben, die zusammen den Nachweis ergeben: der öffentliche Schlüssel, der Name des Inhabers, der Name der ausstellenden Stelle, ein Gültigkeitszeitraum und die Signatur dieser Stelle über alles Vorherige. Dazu kommen Angaben zum Verwendungszweck, die festlegen, wofür der Schlüssel eingesetzt werden darf.
Wer ein Zertifikat ausstellt
Eine Zertifizierungsstelle, im Fachjargon Certificate Authority. Sie prüft in einem festgelegten Verfahren, ob der Antragsteller wirklich über den angegebenen Namen verfügt, und signiert dann. Für Websites läuft diese Prüfung heute meist automatisch über einen Eintrag im DNS oder eine Datei auf dem Server, und das ist der Grund, warum Zertifikate kostenlos geworden sind.
Was ein Zertifikat nicht aussagt
Ob der Inhaber vertrauenswürdig ist. Ein Zertifikat bestätigt die Zuordnung von Schlüssel und Name, mehr nicht; eine betrügerische Website kann ein gültiges Zertifikat haben, und sie hat es in aller Regel auch. Das Schloss in der Adresszeile sagt also, dass die Verbindung zu dieser Adresse verschlüsselt und echt ist, und es sagt nichts über das, was dahinter passiert.