Der Private Key ist der Schlüssel eines Paares, der geheim bleiben muss. Auf Deutsch heißt er privater oder geheimer Schlüssel, und er ist die Hälfte, die den eigenen Rechner nie verlassen sollte.
- Private Key
Der Schlüssel eines Paares, der geheim bleiben muss.
Beispiel: „Der Private Key liegt verschlüsselt auf dem Server und ist durch ein Kennwort geschützt.“Auch: privater Schlüssel, geheimer Schlüssel. Das Gegenstück heißt Public Key.
Abgrenzung zum Passwort: Ein Passwort wird übertragen und auf der Gegenseite geprüft. Ein privater Schlüssel bleibt, wo er ist; übertragen wird nur das Ergebnis einer Rechnung mit ihm.
Was ein Private Key leistet
Er entschlüsselt und er signiert. Alles, was mit dem zugehörigen öffentlichen Schlüssel verschlüsselt wurde, lässt sich nur mit ihm lesen, und alles, was mit ihm signiert wurde, lässt sich mit dem öffentlichen Schlüssel nachprüfen. Diese Einbahnstraße ist der Grund, warum er der wertvollere Teil des Paares ist.
Beim Verschlüsseln steht der private Schlüssel am Ende der Kette, beim Signieren an ihrem Anfang. Wer ihn besitzt, kann lesen, was an ihn gerichtet ist, und in seinem Namen unterschreiben; beides zusammen erklärt, warum er nie das Gerät verlassen sollte.
Warum sein Verlust nicht rückgängig zu machen ist
Weil ein kopierter Schlüssel sich nicht als Kopie zu erkennen gibt. Wer den privaten Schlüssel eines Servers hat, kann dessen Identität annehmen; wer den privaten Schlüssel einer Code-Signatur hat, kann Software im Namen des Herstellers ausliefern. Das einzige Mittel danach ist der Widerruf: Das zugehörige Zertifikat wird für ungültig erklärt und ein neues Paar erzeugt. Alles, was mit dem alten Schlüssel verschlüsselt wurde, bleibt lesbar.
Wie ein Private Key im Betrieb aufbewahrt wird
Getrennt vom Quelltext, mit eingeschränkten Rechten und mit einem Plan für den Wechsel. In der Praxis heißt das: nicht im Repository, nicht in der Umgebung aller Mitarbeiter, Dateirechte auf den Dienst beschränkt, der ihn braucht, und ein festgelegter Zeitpunkt, zu dem das Paar erneuert wird. Für Schlüssel mit großer Reichweite, etwa für Code-Signaturen, gehört er in eine eigene Hardware, die ihn nicht herausgibt.