Der Public Key ist der Schlüssel eines Paares, der weitergegeben werden darf. Auf Deutsch heißt er öffentlicher Schlüssel, und er ist die Hälfte, die in Zertifikaten, in Verzeichnissen und auf Servern steht.
- Public Key
Der Schlüssel eines Paares, der weitergegeben werden darf.
Beispiel: „Den Public Key darf man veröffentlichen; aus ihm lässt sich der private Schlüssel nicht errechnen.“Auch: öffentlicher Schlüssel. Das Gegenstück heißt Private Key oder privater Schlüssel.
Abgrenzung zum Zertifikat: Das Zertifikat ist der Public Key plus die Bestätigung einer Stelle, wem er gehört.
Wozu ein Public Key dient
Zu zwei Dingen, je nach Richtung. Wer damit verschlüsselt, erzeugt etwas, das nur der Inhaber des privaten Schlüssels lesen kann. Wer damit eine Signatur prüft, stellt fest, ob sie wirklich vom Inhaber stammt. Beides zusammen ist der Grund, warum der öffentliche Schlüssel überall herumliegen darf, ohne dass Schaden entsteht.
In der oberen Zeile steht der öffentliche Schlüssel am Anfang, in der unteren am Ende. Das ist die ganze Beziehung zum Private Key: Was der eine zumacht, macht der andere auf, und zwar in beide Richtungen.
Warum die Echtheit das eigentliche Problem ist
Weil ein untergeschobener Schlüssel genauso funktioniert wie der echte. Wer einen falschen öffentlichen Schlüssel für den richtigen hält, verschlüsselt seine Nachrichten an den Angreifer und hält dessen Signaturen für gültig; das ist der Kern eines Man-in-the-Middle-Angriffs. Die ganze Public Key Infrastructure existiert nur, um diese eine Frage zu beantworten: Gehört dieser Schlüssel wirklich zu diesem Namen?
Wo ein Public Key im Alltag auftaucht
An vier Stellen, die den meisten nicht als solche auffallen. Im SSL-Zertifikat einer Website steckt der öffentliche Schlüssel des Servers. Beim Zugang zu einem Server über SSH liegt er in einer Datei auf der Gegenseite. Beim Anmelden mit einem Passkey hat der Dienst nur den öffentlichen Teil gespeichert. Und in signierten E-Mails steckt er im Anhang.