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Load Balancing

oder auch Lastausgleich, Lastverteilung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Load Balancing ist die Verteilung eingehender Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird. Englisch load heißt Last und to balance ausgleichen. Vor den Servern steht dafür ein Verteiler, der jede Anfrage annimmt und weitergibt.

Load Balancing

Die Verteilung von Anfragen auf mehrere Server, damit keiner überlastet wird.
Beispiel: „Das Load Balancing schickt die Anfragen abwechselnd an vier Instanzen.“

Auch: Lastverteilung, Lastausgleich. Der Verteiler selbst heißt Load Balancer; diese Rolle übernimmt oft nginx oder ein Dienst des Anbieters.

Abgrenzung zum CDN: Das verteilt Kopien von Dateien über Standorte. Load Balancing verteilt Anfragen über Server am selben Ort.

Links drei Besucher, in der Mitte ein Verteiler, rechts drei Instanzen. Zwei bekommen Anfragen, die dritte steht gestrichelt und grau, der Weg dorthin ist durchgestrichen.
Der Verteiler ist die einzige Stelle, die jeder Besucher erreicht; deshalb entscheidet sein Health Check darüber, ob ein Ausfall sichtbar wird.

Wie Load Balancing verteilt

Nach einfachen Regeln. Der Reihe nach, also jede Anfrage an den nächsten Server. Nach Gewicht, wenn eine Maschine größer ist als die andere. Oder nach Auslastung, also an den Server mit den wenigsten offenen Verbindungen.

Wichtiger als die Regel ist der Health Check, also die laufende Prüfung, ob eine Instanz überhaupt noch antwortet. Der Verteiler ruft dafür in kurzen Abständen eine Testadresse auf jedem Server auf und nimmt den heraus, der schweigt oder einen Fehler meldet. Damit verschwindet der Ausfall einer Maschine für den Besucher.

Was Load Balancing voraussetzt

Server, die austauschbar sind. Jede Instanz muss dieselbe Antwort geben können, also denselben Programmstand haben und auf dieselben Daten zugreifen. Hochgeladene Dateien gehören deshalb in einen gemeinsamen Speicher und nicht auf die Platte einer Instanz.

Der zweite Punkt sind die Sitzungen. Wird die Anmeldung auf einer Instanz gespeichert, ist der Besucher auf der nächsten abgemeldet. Entweder wird er immer zur selben Instanz geschickt, oder die Sitzungen liegen gemeinsam, was die sauberere Lösung ist.

Wann Load Balancing gebraucht wird

Wenn eine Maschine die Last nicht mehr trägt oder wenn ein Ausfall nicht sichtbar werden darf. Beides geht zusammen: Mit zwei Instanzen hinter einem Verteiler ist zugleich die Grundlage für High Availability gelegt.

Für die meisten Websites kommt der Schritt zu früh. Vorher sind ein Cache, kleinere Dateien und ein größerer VPS billiger und wirken stärker. Load Balancing lohnt sich ab dem Punkt, an dem Verfügbarkeit Geld wert ist.

Siehe auch:

High Availability

Ein Aufbau, bei dem der Ausfall einzelner Teile den Betrieb nicht unterbricht.

#Hosting & Webserver

Cloud Hosting

Hosting auf einem Verbund von Servern, dessen Leistung sich im Betrieb vergrößern und verkleinern lässt.

#Hosting & Webserver

CDN (Content Delivery Network)

Ein Netz verteilter Server, das Dateien einer Website vom nächstgelegenen Standort ausliefert.

#Hosting & Webserver

nginx

Ein Webserver, der viele gleichzeitige Verbindungen mit wenig Arbeitsspeicher bedient.

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Server Monitoring

Die laufende Überwachung eines Servers, die bei Ausfall oder Engpass Alarm gibt.

#Hosting & Webserver

Downtime

Die Zeit, in der eine Website oder ein Dienst nicht erreichbar ist.

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