DNS-Failover ist das Umschalten eines DNS-Eintrags auf ein Ausweichziel, wenn das erste nicht mehr antwortet. Ein Dienst prüft dafür laufend die Erreichbarkeit und ändert den Eintrag im Störfall selbsttätig.
- DNS-Failover
Das Umschalten eines DNS-Eintrags auf ein Ausweichziel, wenn das erste nicht mehr antwortet.
Beispiel: „Das DNS-Failover schaltete nach zwei Minuten auf den zweiten Standort, der Ausfall blieb den meisten verborgen.“Angeboten wird es von Anbietern für DNS-Hosting, meist zusammen mit einer Überwachung aus mehreren Ländern. Die Gültigkeitsdauer der Einträge liegt dabei bei einer bis fünf Minuten.
Abgrenzung zum Load Balancing: Dieses verteilt laufend und merkt einen Ausfall in Sekunden. Das Umschalten über das DNS ist träger und dafür ohne eigenes Gerät zu haben.
Wie ein DNS-Failover abläuft
In drei Schritten. Die Überwachung ruft das Ziel regelmäßig auf, stellt nach mehreren Fehlversuchen einen Ausfall fest und ändert den Eintrag auf die Ausweichadresse; nach der Rückkehr wird zurückgeschaltet.
Wie schnell das bei den Besuchern ankommt, hängt an der Gültigkeitsdauer der alten Antwort, siehe TTL.
Wo die Grenze von DNS-Failover liegt
Bei den Zwischenspeichern. Manche Resolver halten Antworten länger, als die Angabe erlaubt, und Browser halten eigene; deshalb sehen einzelne Besucher das alte Ziel noch Minuten nach dem Umschalten.
Für eine Zusage über Sekunden taugt das Verfahren deshalb nicht. Dort führt der Weg über eine Verteilung vor den Servern, siehe High Availability.
Wann sich DNS-Failover lohnt
Für Websites mit einem zweiten Standort und ohne eigenen Lastverteiler. Es kostet wenig, braucht keine Umbauten und verwandelt einen Ausfall von Stunden in einen von Minuten.
Vorausgesetzt ist, dass das Ausweichziel den Betrieb wirklich übernehmen kann, also die Daten dort aktuell sind. Sonst schaltet das Verfahren auf eine Seite um, die nichts weiß.