Ein Rich Snippet ist ein Treffer in den Ergebnissen, der durch Schema Markup um zusätzliche Angaben ergänzt ist: Sterne einer Bewertung, Preis und Verfügbarkeit, Zubereitungszeit, Datum einer Veranstaltung. Google selbst spricht heute von Rich Results.
- Rich Snippet
Ein Treffer in den Ergebnissen, der durch strukturierte Daten um Angaben wie Preis oder Bewertung ergänzt ist.
Beispiel: „Seit der Auszeichnung der Bewertungen zeigt der Treffer ein Rich Snippet mit 4,8 von 5 Sternen.“Auch: Rich Result. Der neuere Name ist der genauere, weil manche dieser Darstellungen weit über einen Schnipsel hinausgehen.
Voraussetzung sind strukturierte Daten im Dokument. Ohne sie gibt es kein Rich Snippet, mit ihnen keine Garantie.
Welche Rich Snippets im Alltag funktionieren
Eine Handvoll, und sie decken die meisten Websites ab. Produkte mit Preis und Verfügbarkeit, Bewertungen für Produkte und Dienstleistungen, Rezepte, Veranstaltungen, Stellenangebote, Artikel mit Datum und Autor, Brotkrumen als Pfadangabe. Dazu Fragenlisten, die allerdings seit 2023 nur noch bei behördlichen und medizinischen Seiten erscheinen.
Ausgezeichnet wird in JSON-LD, einem Block im Dokumentkopf. Das folgende Beispiel zeigt eine Dienstleistung mit Bewertung.
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "Service",
"name": "Website-Relaunch",
"provider": { "@type": "Organization", "name": "Homepage Helden" },
"areaServed": "DE",
"aggregateRating": {
"@type": "AggregateRating",
"ratingValue": "4.8",
"reviewCount": "46"
}
}Was ein Rich Snippet voraussetzt
Drei Dinge. Die Angabe muss auf der Seite sichtbar sein, nicht nur im Markup; eine Bewertung, die niemand lesen kann, verstößt gegen die Richtlinien. Der Typ muss zu der Seite passen. Und die Auszeichnung muss gültig sein, was sich mit dem Rich Results Test prüfen lässt.
Selbst dann bleibt die Darstellung eine Entscheidung der Suchmaschine. Richtig ausgezeichnete Daten sind die Voraussetzung und kein Anspruch; bei Verstößen kann die Darstellung für die ganze Website entzogen werden.
Woran ein Rich Snippet scheitert
Am häufigsten an Bewertungen, die sich auf das eigene Unternehmen beziehen und von diesem selbst ausgezeichnet werden. Google wertet das seit Jahren nicht mehr; zulässig sind Bewertungen zu Produkten und einzelnen Leistungen, nicht die Gesamtnote der Organisation auf der eigenen Startseite.
Der zweite Grund ist Pflege. Ein Preis im Markup, der vom Preis auf der Seite abweicht, ist schlimmer als keiner: Er sieht nach Täuschung aus und wird entsprechend behandelt.