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Man-in-the-Middle-Angriff

oder auch MITM

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Ein Man-in-the-Middle-Angriff schaltet jemanden unbemerkt zwischen zwei Seiten einer Verbindung. Beide glauben, direkt miteinander zu sprechen, während in der Mitte mitgelesen und bei Bedarf verändert wird.

Man-in-the-Middle-Angriff

Ein Angriff, bei dem sich jemand unbemerkt zwischen zwei Seiten einer Verbindung schaltet.
Beispiel: „Der Man-in-the-Middle-Angriff lief über ein offenes WLAN im Hotel.“

Auch: Die Kurzform lautet MITM. Im Deutschen ist auch von einem Mittelsmannangriff die Rede.

Abgrenzung zum Abhören: Wer nur mitliest, verändert nichts. Der Reiz dieses Angriffs liegt darin, Inhalte auf dem Weg austauschen zu können.

Wo ein Man-in-the-Middle-Angriff ansetzt

An jeder Station der Strecke. Im offenen Funknetz mit einem nachgebauten Zugangspunkt, im lokalen Netz über gefälschte Adressauskünfte, beim Namensdienst über manipulierte Antworten und bei einem Anbieter, der den Verkehr ohnehin weiterleitet. Je mehr Stationen eine Verbindung hat, desto mehr Gelegenheiten gibt es.

Was HTTPS gegen Man-in-the-Middle-Angriffe leistet

Zwei Dinge gleichzeitig. HTTPS verschlüsselt den Inhalt, sodass Mitlesen nichts einbringt, und es prüft über das Zertifikat, ob die Gegenstelle zu der Adresse gehört, die im Browser steht. Genau diese zweite Prüfung meldet sich als Zertifikatswarnung. Wer sie wegklickt, hebt den Schutz auf.

Was gegen einen Man-in-the-Middle-Angriff zusätzlich hilft

Auf der eigenen Seite HSTS, damit der Browser gar keine unverschlüsselte Verbindung mehr versucht, und der Verzicht auf gemischte Inhalte: Ein Bild, das über HTTP nachgeladen wird, ist genau die Stelle, an der sich etwas austauschen lässt. Unterwegs hilft ein eigener Tunnel ins Heimnetz oder zum Arbeitgeber, wenn ein fremdes Funknetz benutzt wird.

Für Redaktion und Support zählt eine einzige Regel: Zertifikatswarnungen werden gemeldet und nicht weggeklickt. Sie sind der einzige Moment, in dem ein Angriff dieser Art überhaupt sichtbar wird, und sie erscheinen auch dann, wenn nur ein Zertifikat abgelaufen ist. Beides gehört geprüft, bevor jemand weiterarbeitet.

Siehe auch:

HTTP / HTTPS

Das Protokoll, mit dem Browser und Server Seiten austauschen, in unverschlüsselter und in verschlüsselter Form.

#Hosting & Webserver

TLS (Transport Layer Security)

Das Verfahren, mit dem eine Verbindung im Netz verschlüsselt und die Gegenseite geprüft wird.

#Hosting & Webserver

SSL-Zertifikat

Eine beglaubigte Datei, mit der ein Server nachweist, dass er zu einer Domain gehört.

#Hosting & Webserver

HSTS

Eine Anweisung des Servers, diese Domain künftig nur noch verschlüsselt aufzurufen.

#Hosting & Webserver

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security

DSGVO-konformes Hosting

Hosting, das die Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung an die Verarbeitung erfüllt.

#Hosting & Webserver