PGP ist ein Verfahren zum Verschlüsseln und Signieren von E-Mails und Dateien. Die Abkürzung steht für Pretty Good Privacy.
- PGP
Ein Verfahren zum Verschlüsseln und Signieren von E-Mails und Dateien.
Beispiel: „Die Meldestelle veröffentlicht ihren PGP-Schlüssel für vertrauliche Hinweise.“Auch: Die offene Umsetzung heißt GnuPG oder GPG, der zugrunde liegende Standard OpenPGP.
Abgrenzung zu S/MIME: Beide verschlüsseln E-Mails. S/MIME stützt sich auf Zertifikate einer Stelle, PGP auf ein Netz gegenseitiger Bestätigungen.
Wie das Vertrauensnetz funktioniert
Jeder bestätigt jeden, statt dass eine Stelle alle bestätigt. Wer sich von der Echtheit eines fremden Schlüssels überzeugt hat, unterschreibt ihn; aus vielen solchen Unterschriften entsteht ein Netz, über das sich ein unbekannter Schlüssel mittelbar einordnen lässt. Das kommt ohne Zertifizierungsstelle aus und setzt voraus, dass die Beteiligten das verstehen und mitmachen.
Was PGP nicht verbirgt
Den Umschlag. Verschlüsselt wird der Inhalt der Nachricht, nicht der Betreff, nicht der Absender und nicht der Empfänger; wer den Verkehr beobachtet, sieht also, wer wann mit wem geschrieben hat. Dazu kommt, dass eine einmal verschickte verschlüsselte Nachricht lesbar wird, sobald jemand später an den privaten Schlüssel kommt.
Warum PGP sich nie durchgesetzt hat
Weil es dem Nutzer die Schlüsselverwaltung überlässt. Schlüssel erzeugen, austauschen, beglaubigen, widerrufen und sichern: Jeder dieser Schritte ist eine Stelle, an der es schiefgehen kann, und keiner davon lässt sich sinnvoll verbergen. In der Praxis ist PGP deshalb dort geblieben, wo der Aufwand sich lohnt: bei Meldestellen, in der Sicherheitsforschung und beim Signieren von Software-Paketen.