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E-Mail-Authentifizierung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

E-Mail-Authentifizierung meint die drei Verfahren, mit denen sich der Absender einer E-Mail nachweisen lässt: SPF, DKIM und DMARC. Ohne sie kann jeder im Namen jeder Domain schreiben.

E-Mail-Authentifizierung

Die drei Verfahren, mit denen sich der Absender einer E-Mail nachweisen lässt.
Beispiel: „Nach der E-Mail-Authentifizierung landeten die Rechnungen nicht mehr im Spam-Ordner.“

Die drei heißen SPF, DKIM und DMARC. Alle drei werden als Einträge im DNS hinterlegt.

Abgrenzung zur Verschlüsselung: Diese Verfahren weisen den Absender nach und verbergen nichts. Für den Inhalt ist PGP oder S/MIME zuständig.

Die drei Verfahren der E-Mail-Authentifizierung

SPF nennt die Server, die für eine Domain versenden dürfen; der Empfänger vergleicht die absendende Adresse mit dieser Liste. DKIM signiert die Nachricht, sodass sich Veränderungen unterwegs erkennen lassen. DMARC verbindet beide: Es legt fest, was mit einer Nachricht geschehen soll, die durchfällt, und sorgt dafür, dass der sichtbare Absender zu dem geprüften passt.

Warum alle drei nötig sind

Weil jedes für sich eine Lücke lässt. SPF bricht, sobald eine Nachricht weitergeleitet wird, denn dann versendet ein fremder Server. DKIM bleibt dabei gültig, sagt aber nichts über den Absender, der im Postfach angezeigt wird. Erst DMARC verlangt, dass die geprüfte Domain zu der sichtbaren passt, und schließt damit die Lücke, über die Fälschungen laufen.

Was die großen Anbieter verlangen

Seit Anfang 2024 verlangen die großen Postfachanbieter von Massenversendern alle drei Verfahren. Die Schwelle liegt bei etwa fünftausend Nachrichten am Tag an Konten eines Anbieters; dazu kommen eine Abmeldung mit einem Klick und eine Beschwerderate unterhalb von drei Promille. Wer darunter bleibt, braucht weiterhin mindestens eines der Verfahren, und ohne DMARC landet erfahrungsgemäß mehr im Spam-Ordner.

Für den eigenen Betrieb heißt das: zuerst SPF und DKIM einrichten, dann DMARC mit der mildesten Einstellung, die nur Berichte sammelt, und erst nach Auswertung dieser Berichte auf Zurückweisung umstellen. Wer sofort auf Zurückweisung geht, sperrt zuverlässig den eigenen Newsletter aus.

Siehe auch:

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security

PGP

Ein Verfahren zum Verschlüsseln und Signieren von E-Mails und Dateien.

#Web-Security

Digitales Zertifikat

Eine beglaubigte Zuordnung zwischen einem öffentlichen Schlüssel und seinem Inhaber.

#Web-Security

Sicherheitslücke

Ein Fehler in Software oder Konfiguration, über den sich etwas tun lässt, das nicht vorgesehen ist.

#Web-Security