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Informationsarchitektur

oder auch Information Architecture

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 24.09.2026

Informationsarchitektur ist die Disziplin, die Inhalte ordnet, benennt und in Beziehung setzt, damit Menschen finden, was sie suchen. Sie legt fest, welche Gruppen es gibt, wie sie heißen, was in welche gehört und über welche Wege ein Besucher dorthin kommt. Der englische Begriff Information Architecture wird gleichbedeutend benutzt, abgekürzt IA.

Informationsarchitektur

Die Disziplin, die Inhalte ordnet, benennt und in Beziehung setzt, damit Menschen finden, was sie suchen.
Beispiel: „An der Informationsarchitektur lag es: Die Preise standen im Bereich Über uns.“

Auch: Information Architecture, IA. Zur Architektur gehören neben der Hierarchie auch die Benennung, die Navigation und die Suche.

Abgrenzung zum Sitemap-Konzept: Das Sitemap-Konzept ist das Dokument, in dem eine Struktur festgehalten wird. Die Informationsarchitektur ist die Arbeit, die zu dieser Struktur führt, und sie reicht über das Diagramm hinaus.

Woraus eine Informationsarchitektur besteht

Der erste Teil ist die Ordnung: welche Gruppen es gibt, wie tief es wird, was gleichrangig nebeneinanderliegt. Der zweite Teil ist die Benennung, und er ist der schwierigere. Ein Menüpunkt trägt zwei oder drei Wörter, und aus ihnen muss ein Besucher ableiten, ob er dort richtig ist.

Der dritte Teil sind die Wege: Hauptnavigation, Querverweise im Text, Filter, Suche. Dieselbe Seite ist über mehrere Wege erreichbar, und die Architektur entscheidet, welche davon den Verkehr tragen.

Warum die Benennung schwerer wiegt als die Hierarchie

Eine saubere Hierarchie hilft nichts, wenn die Etiketten aus der Innensicht kommen. Begriffe wie „Solutions“, „Portfolio“ oder der Name eines internen Produkts sagen dem Besucher nicht, was dahinter liegt. Wir vergleichen Menübezeichnungen deshalb mit den Suchbegriffen, über die Besucher tatsächlich auf die Seite kommen. Diese Liste steht in der Google Search Console und ist die ehrlichste Quelle für die Sprache der Zielgruppe.

Wie du eine Architektur prüfst

Zwei Verfahren reichen für die meisten Websites. Beim Card Sorting sortieren Teilnehmer die Inhalte selbst in Gruppen, und du erfährst, welche Zusammenstellung ihnen einleuchtet. Beim Tree Testing bekommen sie die geplante Struktur als reine Textliste, ohne jede Gestaltung, und sollen darin eine Aufgabe lösen. Wenn dort schon die Hälfte falsch abbiegt, liegt ein Strukturproblem vor, das kein Layout auffängt. Welche Seiten eine Website überhaupt braucht, klärt davor die Auswahl der Core Pages.

Siehe auch:

Sitemap-Konzept (Struktogramm)

Die geplante Seitenstruktur einer Website als Diagramm, mit allen Seiten und ihren hierarchischen Beziehungen.

#Webdesign-Grundlagen

Card Sorting

Erhebungsmethode, bei der Teilnehmer beschriftete Karten zu Gruppen ordnen und diese Gruppen selbst benennen.

#Benutzererfahrung (UX)

Tree Testing

Prüfverfahren, bei dem Teilnehmer in einer reinen Menühierarchie ohne Gestaltung nach vorgegebenen Inhalten suchen.

#Benutzererfahrung (UX)

Website-Konzeption

Die Planung einer Website vor der Umsetzung: Ziele, Zielgruppen, Inhalte, Struktur und Anforderungen an Technik und Redaktion.

#Webdesign-Grundlagen