Website-Konzeption ist die Planungsphase vor Gestaltung und Entwicklung. Sie klärt, wen die Website erreichen soll, was sie leisten muss, welche Inhalte es dafür braucht und wie diese angeordnet werden. Das Ergebnis ist eine Grundlage, gegen die sich alle späteren Entscheidungen prüfen lassen.
- Website-Konzeption
Die Planung einer Website vor der Umsetzung: Ziele, Zielgruppen, Inhalte, Struktur und die Anforderungen an Technik und Redaktion.
Beispiel: „Die Konzeption steht, jetzt können wir mit den Entwürfen anfangen.“Abgrenzung zur Content-Konzeption: Diese ist ein Teil davon und behandelt ausschließlich die Inhalte.
Abgrenzung zum Relaunch-Konzept: Das Relaunch-Konzept plant den Umbau einer bestehenden Website und muss zusätzlich den Bestand berücksichtigen.
Was in der Konzeption entschieden wird
Am Anfang stehen die Ziele. Was soll die Website bewirken, und woran wird das gemessen? Eine Seite, die Anfragen erzeugen soll, sieht anders aus als eine, die Bewerber gewinnen oder bestehende Kunden entlasten soll. Ohne diese Festlegung wird jede spätere Diskussion zur Geschmacksfrage.
Darauf folgen die Zielgruppen und ihre Fragen. Wer kommt auf die Seite, mit welcher Absicht, und was muss er finden, damit er weiterkommt? Aus diesen Fragen ergeben sich die Inhalte, und aus den Inhalten ergibt sich die Struktur, meist festgehalten in einem Sitemap-Konzept.
Den Abschluss bilden die Anforderungen an Technik und Redaktion: Welches CMS, welche Schnittstellen, wer pflegt später was und wie oft. Diese Fragen wirken trocken und entscheiden trotzdem darüber, ob die Website nach zwei Jahren noch gepflegt wird.
Warum die Phase so oft übersprungen wird
Konzeption erzeugt nichts Sichtbares. Ein Entwurf lässt sich zeigen, ein Strukturdiagramm überzeugt niemanden im Vorbeigehen. Deshalb steht in vielen Projekten der Wunsch am Anfang, gleich mit dem Design zu beginnen.
Aus unseren Projekten kennen wir die Folge: Die Struktur wird während der Gestaltung mitentwickelt, jede zweite Seite wirft eine Grundsatzfrage auf, und die Entwürfe werden mehrfach umgebaut. Der Aufwand verschwindet dabei nicht, er verlagert sich nur in eine Phase, in der Änderungen deutlich teurer sind.
Was am Ende vorliegt
Üblich sind eine Zieldefinition mit messbaren Größen, eine Beschreibung der Zielgruppen, eine Inhaltsübersicht, die Seitenstruktur als Diagramm und eine Anforderungsliste für die Technik. Bei größeren Vorhaben kommen Wireframes oder ein Clickdummy dazu, damit sich die Wege durchspielen lassen, bevor gestaltet wird.