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Sitemap-Konzept (Struktogramm)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 02.09.2026

Ein Sitemap-Konzept ist die geplante Seitenstruktur einer Website, dargestellt als Diagramm. Es zeigt, welche Seiten es gibt, wie sie hierarchisch zusammenhängen und über welche Wege sie erreichbar sind. Im deutschen Sprachgebrauch heißt diese Darstellung auch Struktogramm.

Sitemap-Konzept (Struktogramm)

Die geplante Seitenstruktur einer Website als Diagramm, mit allen Seiten und ihren hierarchischen Beziehungen.
Beispiel: „Im Sitemap-Konzept hängen die Leistungsseiten auf der zweiten Ebene.“

Abgrenzung zur sitemap.xml: Diese ist eine technische Datei für Suchmaschinen und listet alle Adressen auf. Das Sitemap-Konzept ist ein Planungsdokument für Menschen.

Abgrenzung zur HTML-Sitemap: Die HTML-Sitemap ist eine Seite der fertigen Website, die den Aufbau für Besucher zeigt.

Baumdiagramm mit der Startseite an der Spitze, vier Bereichen auf der zweiten Ebene und drei Unterseiten unter dem Bereich Leistungen auf der dritten Ebene
Das Struktogramm zeigt alle Seiten und ihre Ebenen. Unter Leistungen liegen drei Unterseiten, die damit auf der dritten Ebene stehen.

Wofür es gebraucht wird

Das Sitemap-Konzept ist die Stelle, an der über den Aufbau entschieden wird, bevor irgendetwas gebaut ist. Es macht sichtbar, wie tief die Website wird, wie viele Seiten je Ebene stehen und welche Bereiche unverhältnismäßig groß oder dünn ausfallen. Diese Fragen sind auf einem Blatt in einer Stunde geklärt und im fertigen CMS eine Woche Arbeit.

Gleichzeitig ist es die Grundlage für die Navigation. Welche Punkte in die Hauptnavigation kommen, was in ein Untermenü rutscht und was nur über Verlinkung im Text erreichbar ist, ergibt sich aus der Struktur und nicht umgekehrt.

Wie tief eine Struktur werden darf

Als Faustregel sollte jede Seite in höchstens drei Klicks von der Startseite erreichbar sein. Was tiefer liegt, wird von Besuchern selten gefunden und von Suchmaschinen als nachrangig behandelt. Bei großen Websites lässt sich das nicht überall einhalten, dann helfen Querverweise und Übersichtsseiten, die die Tiefe abkürzen.

Die zweite Regel betrifft die Breite. Eine Ebene mit dreißig gleichrangigen Punkten überfordert jeden Besucher. Sobald das auftritt, fehlt eine Gruppierung, und die Frage nach der richtigen Gruppierung ist meist zugleich die Frage danach, wie Besucher das Angebot im Kopf sortieren.

Womit es erstellt wird

Für kleine Websites reicht eine Skizze oder eine eingerückte Liste in einem Textdokument. Ab etwa dreißig Seiten lohnt ein Diagrammwerkzeug wie Miro, FigJam oder Whimsical, weil sich Äste dort verschieben lassen, ohne alles neu zu zeichnen. Wichtiger als das Werkzeug ist, dass die Datei nach dem Start gepflegt wird: Sie ist die einzige Übersicht, die neue Beteiligte in fünf Minuten verstehen.

Siehe auch:

Website-Konzeption

Die Planung einer Website vor der Umsetzung: Ziele, Zielgruppen, Inhalte, Struktur und Anforderungen an Technik und Redaktion.

#Webdesign-Grundlagen

Mega Menü

Großflächiges Aufklappmenü, das die Unterpunkte eines Bereichs mehrspaltig und auf einen Blick zeigt.

#Webdesign-Grundlagen

Tag (Verschlagwortung)

Ein frei vergebenes Schlagwort, das einen Inhalt beschreibt und ihn mit gleich verschlagworteten Inhalten verbindet.

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