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FQDN (Fully Qualified Domain Name)

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 03.11.2026

Ein FQDN (Fully Qualified Domain Name) ist der vollständige Name eines Rechners im Netz, von der kleinsten Einheit bis zur Wurzel. Er lässt keine Frage offen, zu welcher Domain und zu welcher Endung ein Name gehört.

FQDN (Fully Qualified Domain Name)

Der vollständige Name eines Rechners im Netz, von der kleinsten Einheit bis zur Wurzel.
Beispiel: „Als FQDN lautet der Name des Servers web01.kunde.de und nicht allein web01.“

Auf Deutsch vollständig bestimmter Domainname. Er wird von links nach rechts immer allgemeiner: Rechner, Domain, Endung; ganz rechts steht ein Punkt für die Wurzel, der im Alltag weggelassen wird.

Abgrenzung zur URL: Diese enthält zusätzlich das Protokoll und den Pfad. Der FQDN ist allein der Name.

Wie sich ein FQDN zerlegen lässt

Von rechts nach links wird der Name allgemeiner, und der Punkt ganz rechts steht für die Wurzel des Namenssystems.

web01.kunde.de.
|     |     | |
|     |     | └─ die Wurzel, im Alltag weggelassen
|     |     └─── die Endung
|     └───────── die registrierte Domain
└─────────────── der Name des Rechners

Woraus ein FQDN besteht

Aus den Teilen zwischen den Punkten, von rechts gelesen: die Endung, die registrierte Domain davor und beliebig viele weitere Namen links davon. Jeder Teil darf 63 Zeichen lang sein, der ganze Name 253.

Diese Ordnung ist zugleich die Reihenfolge der Zuständigkeit: Jede Ebene verweist auf die nächste, und genau daran arbeitet sich eine Abfrage entlang, siehe DNS Query.

Warum der Punkt am Ende zählt

Weil er den Namen abschließt. In einer Zonendatei bedeutet ein Name ohne Punkt, dass die eigene Domain noch angehängt wird; aus einem vergessenen Punkt wird so aus mail.kunde.de schnell mail.kunde.de.kunde.de.

Das ist der häufigste Fehler beim Einlesen einer Zone von Hand und zugleich einer der am schnellsten zu findenden, siehe Zone File.

Wo ein FQDN verlangt wird

Überall dort, wo Namen eindeutig sein müssen: in Zertifikaten, in Mailservern, in der Konfiguration von Webservern und in jedem DNS-Eintrag, der auf einen anderen Namen verweist.

Im Browser genügt der kurze Name, weil das Betriebssystem den Rest ergänzt. In der Serverarbeit führt diese Bequemlichkeit regelmäßig in die Irre.

Siehe auch:

DNS (Domain Name System)

Das Verzeichnis des Internets, das Namen in Adressen übersetzt.

#DNS & Nameserver

IP-Adresse

Die Nummer, unter der ein Gerät im Netz erreichbar ist.

#DNS & Nameserver

URL

Die vollständige Adresse, unter der eine Seite oder Datei im Web erreichbar ist.

#Website-Struktur

A-Record

Der DNS-Eintrag, der einer Domain eine IPv4-Adresse zuordnet.

#DNS & Nameserver

Zone File

Die Datei, in der alle DNS-Einträge einer Domain stehen.

#DNS & Nameserver

Nameserver

Ein Server, der die Einträge einer Domain kennt und auf Anfragen dazu antwortet.

#DNS & Nameserver