Ein Domain-Transfer ist der Wechsel einer Domain zu einem anderen Anbieter. Der Name bleibt, der Inhaber bleibt, nur die Stelle ändert sich, die die Domain verwaltet und in Rechnung stellt.
- Domain-Transfer
Der Wechsel einer Domain zu einem anderen Anbieter, ohne dass der Inhaber wechselt.
Beispiel: „Der Domain-Transfer war in zehn Minuten erledigt, der Umzug der Website dauerte länger.“Auch: Domainumzug, Providerwechsel, bei .de historisch KK. Der englische Begriff Transfer meint denselben Vorgang.
Abgrenzung zum Inhaberwechsel: Dort wechselt die Person hinter der Domain. Beim Transfer bleibt sie dieselbe, und niemand muss den Namen neu registrieren.
Wie ein Domain-Transfer abläuft
In drei Schritten. Zuerst wird beim bisherigen Anbieter der Auth-Code angefordert, der als Nachweis dient. Dann beantragt der neue Anbieter den Umzug und gibt den Code weiter. Stimmt er, führt die Vergabestelle den Wechsel aus.
Bei .de geht das sofort: Die DENIC vergleicht die AuthInfo mit dem gespeicherten Wert, und bei Übereinstimmung zieht die Domain um. Bei den allgemeinen Endungen liegt dazwischen eine Frist von bis zu fünf Tagen, in der der alte Anbieter widersprechen oder zustimmen kann.
Was dabei mit der Website geschieht
Nichts, solange die Nameserver unverändert bleiben. Der Transfer betrifft die Verwaltung der Domain und nicht den Ort, an dem die Seite liegt. Wer beides gleichzeitig umzieht, trennt die Schritte besser: erst die Seite auf den neuen Server spiegeln, dann die Nameserver umstellen, dann die Domain transferieren.
Ein Punkt wird regelmäßig übersehen: E-Mail. Liegen die Postfächer beim alten Anbieter, fallen sie mit der Kündigung weg, und zwar mitsamt dem Inhalt. Vor dem Umzug gehört deshalb geklärt, wohin die Post künftig geht.
In welcher Reihenfolge gekündigt wird
Zuletzt. Der häufigste Fehler ist die Kündigung beim alten Anbieter vor dem Umzug: Dann läuft die Domain aus, bevor der neue sie übernehmen kann, und im schlimmsten Fall greift jemand anderes zu.
Die Reihenfolge lautet deshalb: Auth-Code holen, Transfer beauftragen, Übernahme bestätigen lassen, Nameserver und Postfächer prüfen, und erst danach den alten Vertrag beenden. Bei vielen Anbietern beendet der erfolgreiche Transfer den Vertrag ohnehin von selbst.