Der Auth-Code ist das Kennwort, mit dem sich der Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter nachweisen lässt. Er verhindert, dass jemand eine fremde Domain einfach zu sich holt, und ist damit der Schlüssel zur eigenen Adresse.
- Auth-Code (AuthInfo)
Das Kennwort, mit dem sich der Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter nachweisen lässt.
Beispiel: „Ohne den Auth-Code bewegte sich die Domain keinen Schritt.“Auch: AuthInfo, EPP-Code, Transfer-Code, Transfer Authorization Code. Die DENIC spricht von AuthInfo, die Anbieter meist vom Auth-Code.
Abgrenzung zum Passwort des Kundenkontos: Dieses öffnet die Verwaltung beim Anbieter. Der Auth-Code gilt für genau eine Domain und genau einen Umzug.
Wie ein Auth-Code entsteht
Der bisherige Anbieter erzeugt ihn auf Wunsch des Inhabers und hinterlegt ihn verschlüsselt bei der Vergabestelle. Bei .de ist er zwischen acht und sechzehn Zeichen lang. Der Inhaber bekommt ihn im Klartext und gibt ihn an den neuen Anbieter weiter, der damit den Umzug beantragt.
Die Prüfung ist ein reiner Abgleich: Stimmt der eingereichte Code mit dem hinterlegten überein, zieht die Domain um. Deshalb gehört der Code behandelt wie ein Passwort und nicht wie eine Bestellnummer.
Wie lange ein Auth-Code gilt
Bei .de dreißig Tage. Danach verfällt er, und wer den Umzug später angeht, fordert einen neuen an. Bei den allgemeinen Endungen setzen die Anbieter eigene Fristen, oft ebenfalls dreißig Tage, manche auch länger.
Solange der Code nicht eingereicht ist, bleibt die Domain, wo sie ist. Ein angeforderter Code allein bewegt also nichts; er ist nur die Erlaubnis, etwas zu bewegen.
Was zu tun ist, wenn der Anbieter nicht mitspielt
Bei .de gibt es dafür einen Weg an ihm vorbei. Reagiert der bisherige Anbieter nicht, beantragt der neue die AuthInfo direkt bei der DENIC. Diese schickt sie per Einschreiben an die Anschrift, die in den Domaindaten steht, und hinterlegt sie gleichzeitig.
Daraus folgt zweierlei: Die eingetragene Anschrift muss stimmen, sonst kommt das Schreiben nicht an. Und ein Anbieter, der den Code verweigert, hält eine .de-Domain nur auf; festhalten kann er sie nicht. Bei anderen Endungen ist dieser Weg schwieriger und führt über eine Beschwerde bei der Vergabestelle.