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Transfer Lock (Domainsperre)

oder auch Registrar Lock

Tags: Domains
Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Ein Transfer Lock ist eine Sperre, die den Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter verhindert. Solange sie gesetzt ist, weist die Vergabestelle jeden Umzugsantrag ab, auch mit gültigem Auth-Code.

Transfer Lock (Domainsperre)

Eine Sperre, die den Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter verhindert.
Beispiel: „Der Transfer Lock war noch aktiv, deshalb scheiterte der Umzug.“

Auch: Registrar Lock, Domainsperre, Transfersperre. Im Status einer Domain steht sie als clientTransferProhibited.

Abgrenzung zum Auth-Code: Dieser weist die Berechtigung nach. Die Sperre verhindert den Umzug unabhängig davon.

Wann ein Transfer Lock gesetzt wird

Meistens von selbst. Bei den allgemeinen Endungen ist sie nach jeder Registrierung sechzig Tage lang aktiv, ebenso nach einem Inhaberwechsel. Diese Frist kommt von der ICANN und soll verhindern, dass eine gestohlene Domain sofort weitergereicht wird.

Daneben setzen viele Anbieter die Sperre im Normalbetrieb, als Schutz vor unbefugten Umzügen. Bei .de gibt es diese Dauersperre nicht in derselben Form; dort schützt die AuthInfo.

Wie sich die Sperre aufheben lässt

Über die Domainverwaltung beim Anbieter, meist mit einem einzigen Schalter. Die automatische Sperre nach einer Registrierung lässt sich dagegen nicht abkürzen: Hier hilft nur, die sechzig Tage abzuwarten.

Für die Planung heißt das: Wer eine Domain kauft und gleich zu seinem eigenen Anbieter holen will, rechnet zwei Monate ein. Wer eine Agentur beauftragt, bespricht die Sperre vorher, damit sie nicht am Tag des Umzugs auffällt.

Wozu die Sperre gut ist

Sie ist der wirksamste Schutz gegen Domainklau. Ein Angreifer, der Zugang zu einem Kundenkonto bekommt, kann mit einer gesperrten Domain wenig anfangen: Er müsste erst die Sperre lösen, was einen zweiten Schritt und meist eine Bestätigung verlangt.

Für wertvolle Domains lohnt deshalb die Kombination aus gesetzter Sperre, Zwei-Faktor-Anmeldung beim Anbieter und einer E-Mail-Adresse für die Domaindaten, die nicht unter derselben Domain liegt. Letzteres klingt nebensächlich und ist es nicht: Wer die Domain verliert, verliert sonst auch das Postfach, über das er sie zurückholen könnte.

Siehe auch:

Domain-Transfer

Der Wechsel einer Domain zu einem anderen Anbieter, ohne dass der Inhaber wechselt.

#Domains

Auth-Code (AuthInfo)

Das Kennwort, mit dem sich der Umzug einer Domain zu einem anderen Anbieter nachweisen lässt.

#Domains

Registrar

Der Anbieter, über den sich eine Domain registrieren und verwalten lässt.

#Domains

Registrant (Domaininhaber)

Die Person oder Firma, auf die eine Domain eingetragen ist.

#Domains

Domain

Der Name, unter dem eine Website im Internet erreichbar ist.

#Domains

ICANN

Die Organisation, die weltweit die Vergabe von Namen und Nummern im Internet ordnet.

#Domains