Ein Registrar ist der Anbieter, über den sich eine Domain registrieren und verwalten lässt. Er ist der Vertragspartner des Kunden und zugleich bei der Vergabestelle zugelassen, deren Einträge er stellvertretend pflegt.
- Registrar
Der Anbieter, über den sich eine Domain registrieren und verwalten lässt.
Beispiel: „Der Registrar schickte den Auth-Code noch am selben Tag.“Auch: Domainanbieter, Registrierungsdienstleister. Viele Hoster sind zugleich Registrar, einige kaufen die Domains ihrerseits bei einem ein.
Abgrenzung zur Registry: Diese betreibt die Endung selbst und führt das Verzeichnis. Der Registrar verkauft, berät und reicht weiter; beim Namen entscheiden darf er nicht.
Was ein Registrar tut
Er nimmt die Bestellung entgegen, prüft die Daten, meldet die Domain bei der Vergabestelle an und führt danach die Verwaltung: Nameserver ändern, Inhaberdaten pflegen, verlängern, kündigen, umziehen. Für den Kunden ist er die einzige Stelle, mit der er zu tun hat.
Zugelassen wird er von der Stelle, deren Endungen er anbietet. Für die allgemeinen Endungen vergibt die ICANN die Akkreditierung, für .de die DENIC. Wer bei beiden zugelassen ist, kann die gängigen Endungen aus einer Hand anbieten.
Woran ein guter Registrar zu erkennen ist
An vier Dingen. Der Auth-Code für einen Umzug ist selbst zu holen, ohne Anruf und ohne Wartezeit. Die Inhaberdaten lassen sich selbst ändern. Die Preise für die Verlängerung stehen offen da. Und es gibt einen erreichbaren Ansprechpartner, wenn eine Domain abzulaufen droht.
Ein Warnzeichen ist alles, was einen Wechsel erschwert: versteckte Auth-Codes, Kündigungsfristen von Monaten, Gebühren für den Transfer. Eine Domain gehört dem Inhaber, und ein Anbieter, der das erschwert, hat ein Geschäftsmodell daraus gemacht.
Was beim Wechsel des Registrars geschieht
Die Domain zieht um, die Inhaberschaft bleibt. Nötig sind der Auth-Code vom alten Anbieter und ein Antrag beim neuen; die Vergabestelle führt den Wechsel aus. Die Website läuft dabei weiter, solange die Nameserver unverändert bleiben.
Gefährlich wird es nur, wenn Domain und Hosting beim selben Anbieter liegen und beides gleichzeitig gekündigt wird. Dann fällt die Seite aus, bevor der Umzug steht. Die Reihenfolge lautet deshalb: erst umziehen, dann kündigen.