Eine Demand Side Platform ist das System, über das Werbetreibende Werbeflächen automatisiert einkaufen. Sie bündelt den Zugang zu mehreren Marktplätzen, entscheidet über Gebote und steuert die Ausrichtung.
- Demand Side Platform (DSP)
Das System, über das Werbetreibende Werbeflächen automatisiert einkaufen.
Beispiel: „Die Demand Side Platform bot auf Flächen mehrerer Marktplätze zugleich.“Auch: DSP, Einkaufsplattform. Das Gegenstück auf Verkäuferseite ist die Supply Side Platform, über die Websitebetreiber ihre Flächen anbieten.
Bekannte Anbieter sind unter anderem The Trade Desk, Googles Display & Video 360 und Amazon DSP.
Was eine Demand Side Platform leistet
Vier Dinge. Sie verbindet den Einkäufer mit vielen Flächen über einen Zugang. Sie entscheidet je Einblendung, ob und wie viel geboten wird. Sie bindet Daten zur Ausrichtung ein. Und sie liefert die Auswertung über alle Flächen hinweg.
Der Vorteil gegenüber Einzelbuchungen liegt im letzten Punkt: Reichweite und Häufigkeit lassen sich über viele Websites hinweg steuern, statt je Medium getrennt.
Wie eine Demand Side Platform zu den Plattformen steht
Als Alternative und als Ergänzung. Die großen Anbieter von Suche und sozialen Netzwerken sind geschlossene Systeme mit eigenen Flächen; ein Einkaufssystem erreicht die Flächen dazwischen, also das offene Netz.
Für die meisten Betriebe überschneidet sich das stark. Das Displaynetzwerk der Suchmaschine deckt einen großen Teil derselben Websites ab, und zwar ohne eigenes Einkaufssystem.
Was eine Demand Side Platform voraussetzt
Budget und Betreuung. Die Anbieter arbeiten mit Mindestvolumen, und die Steuerung verlangt Kenntnisse, die über ein Werbekonto hinausgehen; in der Regel läuft der Zugang über eine Agentur.
Dazu kommt die Pflicht zur Kontrolle. Wer automatisiert über viele Flächen einkauft, braucht Prüfung auf Sichtbarkeit, auf Umfeld und auf Betrug, sonst bezahlt er für Einblendungen, die niemand gesehen hat.