Cornerstone Content sind die wenigen Seiten einer Website, die ihr wichtigstes Thema in voller Breite behandeln und auf die alles andere hinführt. Das englische cornerstone ist der Eckstein, der beim Mauern die Richtung vorgibt.
- Cornerstone Content
Die wenigen Seiten einer Website, die ihr wichtigstes Thema in voller Breite behandeln.
Beispiel: „Als Cornerstone Content führte die Agentur vier Seiten, darunter die zum Relaunch.“Der Begriff stammt aus dem Umfeld von Yoast und ist dort auch eine Einstellung im Redaktionssystem, mit der sich solche Seiten markieren lassen.
Abgrenzung zum Themencluster: Das beschreibt die Struktur, Cornerstone Content die Rolle einzelner Seiten darin. Die Hauptseite eines Clusters ist meist Cornerstone.
Woran man Cornerstone Content erkennt
An drei Merkmalen. Die Seite behandelt ein Thema, mit dem das Unternehmen Geld verdient oder gefunden werden will. Sie geht weit genug, dass jemand danach nicht weitersuchen muss. Und sie ist so geschrieben, dass sie in zwei Jahren noch stimmt.
Was keine ist: die Startseite, auch wenn sie die meisten Besucher hat, und der zufällig erfolgreichste Blogbeitrag. Cornerstone ist eine Entscheidung und kein Messergebnis.
Wie man Cornerstone Content stärkt
Über die interne Verlinkung. Jede Seite, die das Thema streift, verweist auf die tragende Seite, und zwar mit einem Ankertext, der das Thema benennt. Damit sammelt sich die Bewertung an einer Stelle statt sich zu verteilen.
Der zweite Hebel ist die Pflege. Tragende Seiten werden regelmäßig überarbeitet, bekommen neue Beispiele und Zahlen und bleiben damit aktuell. Was selten gepflegt wird, verliert langsam; siehe Content-Decay.
Wie viele Seiten Cornerstone Content sein sollten
Wenige. Bei einer mittelständischen Website sind drei bis fünf realistisch, bei einem größeren Angebot eine Handvoll je Geschäftsfeld. Wer zwanzig Seiten als tragend markiert, hat keine Entscheidung getroffen und verteilt die Aufmerksamkeit wieder gleichmäßig.
Die Probe ist einfach: Welche Seiten würde man behalten, wenn man neunzig Prozent der Website löschen müsste? Was dann übrig bleibt, ist die Antwort.