Die Content-Gap-Analyse ist der Abgleich, zu welchen Themen Wettbewerber gefunden werden und die eigene Website nicht. Das Ergebnis ist eine Liste von Lücken, geordnet nach Nachfrage und Nähe zum eigenen Angebot.
- Content-Gap-Analyse
Der Abgleich, zu welchen Themen Wettbewerber gefunden werden und die eigene Website nicht.
Beispiel: „Die Content-Gap-Analyse zeigte 140 Begriffe, zu denen drei Wettbewerber ranken und wir nicht.“Auch: Content Gap Analysis. Wettbewerber meint hier die Websites, die zu den eigenen Themen oben stehen, und nicht unbedingt die Wettbewerber im Markt.
Anwendungsfall: Auch innerhalb der eigenen Website taugt der Abgleich. Dann sind die Lücken die Fragen, die der eigene Bestand nicht beantwortet.
Wie eine Content-Gap-Analyse abläuft
In vier Schritten. Erstens die Auswahl der Vergleichswebsites: drei bis fünf, die zu den eigenen Themen regelmäßig oben stehen. Zweitens der Abgleich der Begriffe, für die sie ranken, mit den eigenen; dafür haben die gängigen Werkzeuge eine eigene Funktion. Drittens das Aussortieren: Was passt zum Angebot, was nicht? Viertens die Bewertung nach Nachfrage und Aufwand.
Der dritte Schritt ist der wichtigste und der, den kein Werkzeug übernimmt. Was zum Geschäft passt, ist eine Lücke; der Rest ist eine Ablenkung.
Was eine Content-Gap-Analyse nicht leistet
Sie sagt nicht, ob die Wettbewerber recht haben. Dass drei Websites zu einem Thema ranken, heißt nicht, dass es sich für sie rechnet; es kann ein Feld sein, in das alle hineingelaufen sind. Die Prüfung der Suchabsicht bleibt Pflicht.
Sie übersieht außerdem alles, wofür niemand rankt. Neue Fragen, eigene Verfahren und Nischen, in denen noch niemand schreibt, tauchen in keinem Abgleich auf. Dafür braucht es den Vertrieb und den Support.
Was aus einer Content-Gap-Analyse folgt
Ein Plan mit Reihenfolge und keine Liste. Die Lücken werden gruppiert: Was gehört in ein bestehendes Themencluster, was in eine neue Seite, was in einen Abschnitt einer vorhandenen? Erst danach steht fest, wie viel Arbeit darin steckt.
Üblich ist dabei eine Erkenntnis, die zunächst enttäuscht: Ein großer Teil der Lücken lässt sich durch Überarbeiten bestehender Seiten schließen. Das ist weniger aufregend als ein neuer Beitrag und meist schneller wirksam.