Click-Bait ist eine Überschrift, die mehr verspricht, als der Beitrag einlöst, um einen Klick zu erzeugen. Das Mittel ist meist eine Lücke: Etwas wird angedeutet und nicht genannt, sodass der Klick die einzige Auflösung ist.
- Click-Bait
Eine Überschrift, die mehr verspricht, als der Beitrag einlöst, um einen Klick zu erzeugen.
Beispiel: „Die Überschrift war Click-Bait: Die angekündigte Zahl stand nirgends im Text.“Typische Formen sind die angedeutete Enthüllung, die Übertreibung und die Frage, deren Antwort der Beitrag schuldig bleibt.
Abgrenzung zur Snippet-Optimierung: Die macht ein Versprechen deutlicher, das die Seite einlöst. Click-Bait macht eines, das sie nicht einlöst.
Warum Click-Bait kurzfristig wirkt
Weil eine offene Frage schwer auszuhalten ist. Das ist gut untersucht und funktioniert unabhängig davon, ob jemand den Trick durchschaut; der Klick passiert vor der Einschätzung.
Deshalb steigt die Klickrate zuverlässig, und deshalb wird das Mittel auch weiter verwendet, obwohl es seit Jahren als solches erkannt wird.
Warum Click-Bait langfristig schadet
Wegen der Rückkehr. Wer klickt und nichts findet, geht zurück zur Trefferliste, und dieses Verhalten fließt in die Bewertung ein; siehe Nutzersignale. Eine hohe Klickrate mit sofortiger Rückkehr ist ein schlechteres Signal als ein ausbleibender Klick.
Schwerer wiegt der Verlust an Glaubwürdigkeit. Eine Marke, deren Überschriften zweimal zu viel versprochen haben, verliert den Vertrauensvorschuss, von dem jeder spätere Beitrag lebt.
Wo die Grenze zum Click-Bait verläuft
Bei der Einlösung. Eine zugespitzte Überschrift ist handwerklich in Ordnung, solange der Beitrag genau das liefert, was sie ankündigt. „Was ein Relaunch wirklich kostet“ ist zulässig, wenn im Text Zahlen stehen, und Click-Bait, wenn dort steht, es komme darauf an.
Die Probe ist einfach: Würde jemand, der nur wegen dieser Überschrift gekommen ist, die Seite zufrieden verlassen? Wenn ja, ist es eine gute Überschrift.