Die Anchor-Text-Verteilung ist das Verhältnis der verschiedenen Linktexte, mit denen auf eine Seite verwiesen wird. Sie beschreibt das Bild, das alle Verweise zusammen ergeben, und nicht den einzelnen.
- Anchor-Text-Verteilung
Das Verhältnis der verschiedenen Linktexte, mit denen auf eine Seite verwiesen wird.
Beispiel: „Die Anchor-Text-Verteilung bestand zu drei Vierteln aus demselben Begriff.“Unterschieden werden Markenanker, nackte Adressen, allgemeine Texte wie „hier“ oder „mehr dazu“, Begriffsanker und Bildverweise, bei denen der Alt-Text die Rolle des Linktextes übernimmt.
Sichtbar wird sie in den Berichten der Linkwerkzeuge und in der Search Console unter den Verweisen auf die eigene Website.
Wie eine natürliche Anchor-Text-Verteilung aussieht
Unordentlich. Wer organisch verlinkt wird, bekommt vor allem Markennamen, Adressen und Beiläufiges wie „in diesem Beitrag“. Begriffsanker, die genau das Zielwort tragen, sind die Ausnahme, weil niemand von außen so schreibt.
Feste Prozentwerte dafür gibt es nicht, und wer sie nennt, nennt eine Erfindung. Brauchbar ist der Vergleich mit Wettbewerbern, die lange ohne Linkkauf gewachsen sind.
Was an einer Anchor-Text-Verteilung auffällt
Gleichförmigkeit. Dreißig Verweise aus dreißig Quellen mit demselben Begriffsanker sind in keiner natürlichen Verteilung zu finden, und genau darauf zielte Penguin ab 2012.
Auffällig ist auch das Gegenteil, wenn es zu perfekt wirkt: eine Verteilung, die exakt einer Faustregel folgt, die in Foren kursiert. Beides sind Muster, und Muster sind das, wonach Spamabwehr sucht.
Was man an der Anchor-Text-Verteilung beeinflussen kann
Die eigene Seite davon. Interne Verweise, Verzeichniseinträge, Profile und die Texte, die man Partnern für eine Nennung vorschlägt, liegen in der eigenen Hand; dort gehört der Markenname hinein und nicht der Wunschbegriff.
Der Rest kommt von außen und soll von außen kommen. Wer die Verteilung gezielt steuert, baut das Muster, das er vermeiden will.