Ad Fatigue ist der Wirkungsverlust einer Anzeige, wenn dieselben Menschen sie zu oft sehen. Die Klickrate sinkt, die Kosten je Ergebnis steigen, und im ungünstigen Fall bleibt ein Gefühl von Belästigung zurück.
- Ad Fatigue (Anzeigenermüdung)
Der Wirkungsverlust einer Anzeige, wenn dieselben Menschen sie zu oft sehen.
Beispiel: „Die Ad Fatigue zeigte sich an der sinkenden Klickrate bei gleichbleibender Einblendungszahl.“Auch: Anzeigenermüdung, Werbemüdigkeit. Der verwandte Begriff Banner-Burnout beschreibt dasselbe für Bildanzeigen im Displaynetzwerk.
Die maßgebliche Größe ist die Häufigkeit, also die durchschnittliche Zahl der Einblendungen je Person im Zeitraum.
Woran man Ad Fatigue erkennt
An zwei Kurven, die auseinanderlaufen. Die Einblendungen bleiben gleich oder steigen, die Klickrate sinkt, und die Kosten je Conversion steigen mit. Wenn zugleich die Häufigkeit steigt, ist die Ursache gefunden.
In Suchkampagnen tritt der Effekt kaum auf, weil dort jemand aktiv sucht. Betroffen sind Displaynetzwerk, Videoformate, soziale Netzwerke und vor allem die Wiederansprache früherer Besucher.
Was gegen Ad Fatigue hilft
Drei Dinge. Eine Begrenzung der Einblendungen je Person, die in jede Display- und Videokampagne gehört. Ein Wechsel des Materials in Abständen. Und Ausschlusslisten, damit Menschen nach dem Kauf nicht weiter beworben werden.
Die Begrenzung ist der wirksamste Griff und der am häufigsten vergessene. Ohne sie sieht ein Teil der Zielgruppe dieselbe Anzeige dutzendfach.
Was Ad Fatigue über die Zahlen hinaus kostet
Wohlwollen. Eine Marke, deren Anzeige wochenlang überall auftaucht, wird als aufdringlich wahrgenommen, und dieser Eindruck hält länger als die Kampagne.
Deshalb ist die Frage nach der Häufigkeit auch eine der Markenführung und nicht nur der Wirtschaftlichkeit. Was sich noch rechnet, kann trotzdem zu viel sein.