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Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)

oder auch 2FA, Zwei-Faktor-Authentifizierung

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 04.11.2026

Die Zwei-Faktor-Authentisierung ist die Anmeldung mit zwei Nachweisen aus verschiedenen Gruppen, etwa einem Passwort und einem Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort allein reicht damit nicht mehr.

Zwei-Faktor-Authentisierung

Die Anmeldung mit zwei Nachweisen aus verschiedenen Gruppen, etwa Passwort und Code aus einer App.
Beispiel: „Die Zwei-Faktor-Authentisierung verhinderte den Zugriff trotz passendem Passwort.“

Auch: Kurz 2FA. Kommen mehr als zwei Nachweise oder wechselnde Kombinationen zum Einsatz, heißt es Mehr-Faktor-Authentisierung.

Abgrenzung zur zweiten Frage: Passwort und Sicherheitsfrage sind zwei Nachweise aus derselben Gruppe und zählen deshalb als einer.

Welche Faktoren es gibt

Drei Gruppen, und die Kombination muss aus zweien davon kommen.

Drei Gruppen nebeneinander: Wissen mit Passwort, PIN und Antwort auf eine Frage, Besitz mit Telefon, Sicherheitsschlüssel und Chipkarte, Merkmal mit Fingerabdruck, Gesicht und Stimme.
Passwort und Sicherheitsfrage sind deshalb keine zwei Faktoren.

In der Praxis ist die Kombination aus Wissen und Besitz der Normalfall: Passwort und Telefon. Merkmale wie Fingerabdruck oder Gesicht entsperren meist nur das Gerät, auf dem der zweite Faktor liegt.

Welche Verfahren der Zwei-Faktor-Authentisierung wie gut schützen

Es gibt eine klare Rangfolge. Ein Code per SMS ist besser als nichts und lässt sich über den Mobilfunkanbieter umleiten. Ein zeitbasierter Code aus einer App ist deutlich besser und bleibt anfällig, wenn ihn jemand auf einer nachgebauten Seite eintippt, siehe Phishing. Ein Sicherheitsschlüssel oder ein Passkey ist an die Adresse gebunden und fällt auf eine nachgebaute Seite nicht herein.

Was bei der Einführung zu klären ist

Vor allem der Ernstfall. Wo liegen die Wiederherstellungscodes, wer kann einen Zugang zurücksetzen, und was passiert, wenn ein Telefon verloren geht oder jemand im Urlaub ist? Für geteilte Konten braucht es eine Lösung, bevor 2FA eingeschaltet wird; sonst hängt der Zugang am Telefon einer einzigen Person.

Siehe auch:

Passkey

Ein Schlüsselpaar, mit dem sich jemand bei einem Dienst anmeldet, gebunden an dessen Adresse.

#Web-Security

Passwortmanager

Ein Programm, das Zugangsdaten verschlüsselt speichert und auf der passenden Seite einsetzt.

#Web-Security

Phishing

Der Versuch, Zugangsdaten mit einer gefälschten Nachricht und einer nachgebauten Anmeldeseite abzugreifen.

#Web-Security

Credential Stuffing

Das automatisierte Ausprobieren geleakter Zugangsdaten bei anderen Diensten.

#Web-Security

Brute-Force-Angriff

Das systematische Durchprobieren von Passwörtern, bis eines passt.

#Web-Security

Single Sign-On (SSO)

Die einmalige Anmeldung, mit der sich mehrere Dienste nutzen lassen.

#Web-Security