Single Sign-On ist die einmalige Anmeldung, mit der sich mehrere Dienste nutzen lassen. Die Prüfung übernimmt ein Anbieter von Identitäten, die angeschlossenen Dienste vertrauen dessen Auskunft.
- Single Sign-On
Die einmalige Anmeldung, mit der sich mehrere Dienste nutzen lassen.
Beispiel: „Nach dem Single Sign-On war das Team in allen Werkzeugen angemeldet.“Auch: Kurz SSO. Die verbreiteten Verfahren heißen SAML und OpenID Connect; die Anmeldung mit einem Konto bei Google oder Microsoft benutzt dasselbe Prinzip.
Abgrenzung zum Passwortmanager: Der verwaltet viele Zugänge. Beim Single Sign-On gibt es nur einen, und die Dienste fragen dort nach.
Wie Single Sign-On funktioniert
Über eine Weiterleitung und ein Token. Wer einen Dienst aufruft, wird zum Anbieter der Identität geschickt, meldet sich dort an und kommt mit einer unterschriebenen Bestätigung zurück. Der Dienst prüft die Unterschrift und richtet eine Sitzung ein. Das Passwort sieht er dabei nie.
Was Single Sign-On im Betrieb bringt
Weniger Passwörter und einen Schalter für alles. Neue Mitarbeiter bekommen ihre Zugänge über Gruppen, ausscheidende verlieren sie an einer Stelle statt in zwölf Werkzeugen einzeln. Dazu kommt, dass sich Protokolle über alle Dienste zusammenführen lassen, weil die Anmeldungen durch dieselbe Tür gehen.
Welches Risiko Single Sign-On mitbringt
Dieselbe Tür ist auch das Risiko. Wer dieses eine Konto übernimmt, erreicht alles daran Angeschlossene, und ein Ausfall des Anbieters sperrt das Team aus allen Werkzeugen gleichzeitig. Deshalb gehören für diesen Zugang ein zweiter Faktor oder ein Passkey zur Pflicht, dazu ein Notzugang für den Fall, dass der Dienst nicht erreichbar ist.