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Zero Trust Architecture

oder auch Zero Trust

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 05.11.2026

Zero Trust Architecture ist ein Sicherheitsmodell, in dem kein Zugriff allein wegen seines Standorts im Netz vertraut wird. Jede Anfrage wird geprüft, auch wenn sie aus dem eigenen Haus kommt.

Zero Trust Architecture

Ein Sicherheitsmodell, in dem kein Zugriff allein wegen seines Standorts im Netz vertraut wird.
Beispiel: „In einer Zero Trust Architecture nützt der Zugang zum Firmennetz allein niemandem etwas.“

Auch: Zero Trust, abgekürzt ZTA. Die Grundlage bildet das Dokument NIST SP 800-207 aus dem Jahr 2020.

Abgrenzung zum Burggraben-Modell: Dort wird außen geprüft und innen vertraut. Wer die Mauer überwindet, hat dann alles.

Woher das Modell kommt

Aus der Erfahrung, dass die Mauer immer fällt. Sobald ein Angreifer ein einziges Gerät im Netz übernimmt, etwa über Phishing, steht er innerhalb des geschützten Bereichs und kann sich frei bewegen. Dazu kam die Beobachtung, dass es den Innenraum praktisch nicht mehr gibt: Dienste laufen in der Cloud, Mitarbeiter arbeiten von überall, und Zulieferer greifen auf einzelne Systeme zu.

Die Grundsätze einer Zero Trust Architecture

Sieben, die das NIST-Dokument von 2020 aufzählt. Im Kern stehen drei davon: Jede Ressource wird einzeln geschützt, jeder Zugriff wird für die einzelne Sitzung gewährt, und die Entscheidung berücksichtigt den Zustand des Geräts und das Verhalten des Nutzers. Dazu kommt, dass alles aufgezeichnet und zur Verbesserung der Entscheidungen ausgewertet wird.

Warum Zero Trust kein Produkt ist

Weil es die Antwort auf eine Frage ist, die jedes Haus anders beantwortet. Hersteller verkaufen Bausteine dafür, und einige davon sind nützlich; das Modell selbst besteht aber aus Entscheidungen über Identitäten, Rechte und Prüfpunkte. Der praktische Einstieg ist deshalb selten ein Kauf, sondern die Beantwortung einer einfachen Frage: Welche Dienste sind heute allein deshalb erreichbar, weil jemand im Firmennetz sitzt?

Siehe auch:

Least Privilege

Der Grundsatz, dass jeder Zugang nur die Rechte bekommt, die er für seine Aufgabe braucht.

#Web-Security

Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA)

Die Anmeldung mit zwei Nachweisen aus verschiedenen Gruppen, etwa Passwort und Code aus einer App.

#Web-Security

Single Sign-On (SSO)

Die einmalige Anmeldung, mit der sich mehrere Dienste nutzen lassen.

#Web-Security

SIEM

Ein System, das Meldungen aus vielen Quellen sammelt und auf Angriffe hin auswertet.

#Web-Security

Firewall

Ein Filter, der Netzverbindungen nach festen Regeln zulässt oder abweist.

#Hosting & Webserver

Security by Design

Der Grundsatz, Sicherheit beim Entwurf zu berücksichtigen und nicht nachträglich anzubauen.

#Web-Security