Webspace ist der gemietete Speicherplatz auf einem Webserver, auf dem die Dateien einer Website liegen: HTML, Stylesheets, Skripte, Bilder, Dokumente, dazu meist die Datenbank und die Postfächer. Das Wort ist eine deutsche Prägung aus web und space, Platz, und im englischen Sprachraum kaum gebräuchlich.
- Webspace
Der gemietete Speicherplatz auf einem Webserver, auf dem die Dateien einer Website liegen.
Beispiel: „Die Bildergalerie belegt den meisten Webspace.“Auch: Speicherplatz, Hostingspeicher. Im Angebot steht er in Gigabyte, manchmal mit dem Zusatz „unbegrenzt“, der durch die Ressourcenlimits wieder eingefangen wird.
Abgrenzung zum Traffic-Limit: Der Webspace begrenzt, wie viel liegen darf, das Traffic-Limit, wie viel ausgeliefert werden darf.
Was den Webspace wirklich füllt
Selten die Seiten selbst. Text wiegt fast nichts; tausend Unterseiten kommen zusammen kaum über ein paar Megabyte. Volllaufen lassen den Webspace die Bilder in Originalgröße, Videos, PDF-Archive und die Zwischenstände, die ein CMS beim Zuschneiden von Bildern anlegt.
Der zweite Posten sind Sicherungen. Wer die Backups auf demselben Paket ablegt, belegt mit jedem Durchgang den Platz noch einmal, und beim Ausfall des Servers ist beides zugleich verloren. Sicherungen gehören deshalb woandershin.
Wie viel Webspace ein Projekt braucht
Weniger, als die Angebote vermuten lassen. Eine Unternehmensseite mit sorgfältig gerechneten Bildern bleibt unter einem Gigabyte, ein Blog mit mehreren hundert Beiträgen meist darunter. Groß werden Shops mit vielen Produktfotos und Seiten, die Dokumente zum Herunterladen anbieten.
Die Angabe in Gigabyte ist deshalb der falsche Vergleichsmaßstab zwischen zwei Angeboten. Aussagekräftiger sind die Grenzen daneben: die Zahl der Datenbanken, die Laufzeit je Aufruf und das Inode-Limit, also die erlaubte Zahl einzelner Dateien. Ein Paket mit viel Platz und wenigen erlaubten Dateien bringt ein CMS mit zehntausenden kleinen Dateien schnell an die Wand.
Was beim Umgang mit dem Webspace schiefgeht
Alte Stände, die liegen bleiben. Nach einem Relaunch steht die vorige Seite oft noch in einem Unterverzeichnis, erreichbar und von Suchmaschinen auffindbar. Was nicht mehr gebraucht wird, gehört gelöscht, und was aufbewahrt werden soll, in eine Sicherung außerhalb des Pakets.
Der zweite Punkt sind die Rechte. Dateien, die für alle schreibbar sind, laden fremden Code ein; Verzeichnisse ohne Schutz geben Listen ihres Inhalts heraus. Beides lässt sich mit zwei Zeilen in der .htaccess und einem Blick auf die Dateirechte abstellen.