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Webspace

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Webspace ist der gemietete Speicherplatz auf einem Webserver, auf dem die Dateien einer Website liegen: HTML, Stylesheets, Skripte, Bilder, Dokumente, dazu meist die Datenbank und die Postfächer. Das Wort ist eine deutsche Prägung aus web und space, Platz, und im englischen Sprachraum kaum gebräuchlich.

Webspace

Der gemietete Speicherplatz auf einem Webserver, auf dem die Dateien einer Website liegen.
Beispiel: „Die Bildergalerie belegt den meisten Webspace.“

Auch: Speicherplatz, Hostingspeicher. Im Angebot steht er in Gigabyte, manchmal mit dem Zusatz „unbegrenzt“, der durch die Ressourcenlimits wieder eingefangen wird.

Abgrenzung zum Traffic-Limit: Der Webspace begrenzt, wie viel liegen darf, das Traffic-Limit, wie viel ausgeliefert werden darf.

Was den Webspace wirklich füllt

Selten die Seiten selbst. Text wiegt fast nichts; tausend Unterseiten kommen zusammen kaum über ein paar Megabyte. Volllaufen lassen den Webspace die Bilder in Originalgröße, Videos, PDF-Archive und die Zwischenstände, die ein CMS beim Zuschneiden von Bildern anlegt.

Der zweite Posten sind Sicherungen. Wer die Backups auf demselben Paket ablegt, belegt mit jedem Durchgang den Platz noch einmal, und beim Ausfall des Servers ist beides zugleich verloren. Sicherungen gehören deshalb woandershin.

Wie viel Webspace ein Projekt braucht

Weniger, als die Angebote vermuten lassen. Eine Unternehmensseite mit sorgfältig gerechneten Bildern bleibt unter einem Gigabyte, ein Blog mit mehreren hundert Beiträgen meist darunter. Groß werden Shops mit vielen Produktfotos und Seiten, die Dokumente zum Herunterladen anbieten.

Die Angabe in Gigabyte ist deshalb der falsche Vergleichsmaßstab zwischen zwei Angeboten. Aussagekräftiger sind die Grenzen daneben: die Zahl der Datenbanken, die Laufzeit je Aufruf und das Inode-Limit, also die erlaubte Zahl einzelner Dateien. Ein Paket mit viel Platz und wenigen erlaubten Dateien bringt ein CMS mit zehntausenden kleinen Dateien schnell an die Wand.

Was beim Umgang mit dem Webspace schiefgeht

Alte Stände, die liegen bleiben. Nach einem Relaunch steht die vorige Seite oft noch in einem Unterverzeichnis, erreichbar und von Suchmaschinen auffindbar. Was nicht mehr gebraucht wird, gehört gelöscht, und was aufbewahrt werden soll, in eine Sicherung außerhalb des Pakets.

Der zweite Punkt sind die Rechte. Dateien, die für alle schreibbar sind, laden fremden Code ein; Verzeichnisse ohne Schutz geben Listen ihres Inhalts heraus. Beides lässt sich mit zwei Zeilen in der .htaccess und einem Blick auf die Dateirechte abstellen.

Siehe auch:

Webhosting

Die Miete von Speicherplatz und Rechenleistung auf einem Server, damit eine Website erreichbar ist.

#Hosting & Webserver

Webserver

Das Programm, das Anfragen aus dem Netz annimmt und Seiten, Bilder und Dateien zurückschickt.

#Hosting & Webserver

Shared Hosting

Hosting, bei dem viele Kunden sich einen Server und dessen Leistung teilen.

#Hosting & Webserver

Ressourcenlimits (Memory Limit, Execution Time)

Obergrenzen für Arbeitsspeicher und Laufzeit, die ein Hosting je Seitenaufruf zulässt.

#Hosting & Webserver

SFTP (Secure File Transfer Protocol)

Dateiübertragung zum Server innerhalb einer verschlüsselten SSH-Verbindung.

#Hosting & Webserver

Backup-Strategie im CMS

Die Festlegung, was wie oft gesichert wird und wie es zurückkommt.

#Content-Management-Systeme (CMS)