Shared Hosting ist die Bauart, bei der viele Kunden auf demselben Rechner liegen und sich dessen Leistung teilen. Englisch shared heißt geteilt: geteilt werden Prozessor, Arbeitsspeicher und Netzanbindung, während jeder Kunde nur seinen eigenen Dateibereich sieht.
- Shared Hosting
Hosting, bei dem viele Kunden sich einen Server und dessen Leistung teilen.
Beispiel: „Für die Vereinsseite genügt Shared Hosting.“Auch: geteiltes Hosting, Webhosting-Paket. Es ist die Bauart, die in jedem Angebot unter zehn Euro im Monat steckt.
Abgrenzung zum Virtual Private Server: Dort ist dein Anteil an Arbeitsspeicher und Prozessor zugesichert, hier nicht.
Warum Shared Hosting so günstig ist
Weil ein Rechner viele Kunden trägt. Die meisten Websites sind die meiste Zeit still, und die Leistung, die keiner abruft, steht den anderen zur Verfügung. Der Anbieter rechnet mit diesem Mittelwert, und erst dadurch wird der Preis möglich.
Bezahlt wird das mit Verzicht auf Kontrolle. PHP-Version, Erweiterungen und Serversoftware sind vorgegeben, Zugang zur Kommandozeile gibt es meist nicht, und die Ressourcenlimits sind eng gesetzt, damit ein Kunde die anderen nicht ausbremst.
Wo die Grenzen von Shared Hosting liegen
Bei gleichzeitigen Zugriffen. Solange zehn Leute auf der Seite sind, merkst du nichts; bei hundert zugleich greifen die Grenzen, und Aufrufe werden langsamer oder brechen mit einem Fehler ab. Dasselbe passiert, wenn ein Nachbar auf derselben Maschine gerade viel Leistung zieht.
Der zweite Punkt ist die Nachbarschaft. Du kannst nicht beeinflussen, wer sonst auf dem Rechner liegt. Eine fremde, angegriffene Seite kostet Leistung, und wenn die IP-Adresse geteilt wird, kann sie den Versand von E-Mails für alle erschweren.
Für welche Projekte Shared Hosting reicht
Für Seiten mit überschaubarem Verkehr, deren Inhalte sich selten ändern und die als fertige Seiten aus dem Cache kommen können. Eine Unternehmensseite, ein Blog, eine Vereinsseite, eine Landingpage: alles Fälle, in denen die Maschine fast nur Dateien herausgibt.
Knapp wird es bei Shops mit Lagerabgleich, bei Seiten mit vielen angemeldeten Benutzern und überall, wo nichts zwischengespeichert werden darf. Dann ist der Wechsel auf einen VPS oder auf Managed Hosting der nächste Schritt, und er kostet weniger als die Ausfälle, die er verhindert.