Ressourcenlimits sind Obergrenzen, die ein Hosting je Seitenaufruf zulässt: wie viel Arbeitsspeicher ein Skript belegen darf, wie lange es laufen darf und wie groß eine hochgeladene Datei sein kann. Sie sind der Grund, warum derselbe Programmcode auf einem Paket läuft und auf dem nächsten abbricht.
- Ressourcenlimits (Memory Limit, Execution Time)
Obergrenzen für Arbeitsspeicher und Laufzeit, die ein Hosting je Seitenaufruf zulässt.
Beispiel: „Der Import bricht an den Ressourcenlimits ab, nicht am Programmcode.“Auch: PHP-Limits, Ausführungsgrenzen. Die wichtigsten Werte heißen memory_limit, max_execution_time, upload_max_filesize und post_max_size.
Abgrenzung zum Traffic-Limit: Das begrenzt die Datenmenge im Monat, die Ressourcenlimits begrenzen den einzelnen Aufruf.
Welche Ressourcenlimits es gibt
Vier, die im Alltag greifen. Das Memory Limit deckelt den Arbeitsspeicher je Aufruf, meist zwischen 128 und 512 Megabyte. Die Execution Time begrenzt die Laufzeit, oft auf 30 oder 60 Sekunden. Dazu kommen die Grenzen für hochgeladene Dateien und für die Größe einer abgeschickten Formulareingabe.
Daneben liegen Grenzen, die seltener auffallen: die Zahl gleichzeitiger Prozesse, die Zahl der Datenbankverbindungen und das Inode-Limit, also die erlaubte Zahl einzelner Dateien im Webspace.
Wie sich Ressourcenlimits melden
Mit abgebrochenen Seiten. Reicht der Speicher nicht, endet der Aufruf mitten im HTML oder zeigt eine weiße Seite; läuft die Zeit ab, antwortet der Webserver mit einem Statuscode 500 oder 504. Hochgeladene Dateien verschwinden ohne Meldung, wenn sie zu groß sind.
Die eigentliche Auskunft steht im Fehlerprotokoll des Servers, und dort steht sie im Klartext samt der überschrittenen Grenze. Wer ohne diesen Blick zu raten anfängt, sucht den Fehler meist im Programmcode, wo er nicht ist.
Welche Werte bei Ressourcenlimits reichen
Für eine normale Website reichen 256 Megabyte Speicher und 60 Sekunden Laufzeit mit Abstand. Mehr brauchen die Aufgaben daneben: Updates, Importe, Bildverarbeitung in großer Zahl und Sicherungen, die über die Oberfläche angestoßen werden.
Deshalb ist das Heraufsetzen nicht immer die Antwort. Lange Aufgaben gehören aus dem Seitenaufruf heraus in einen Cron Job, der ohne Zeitdruck läuft. Ein Aufruf, der 50 Sekunden braucht, ist für einen Besucher ohnehin verloren, und auf Shared Hosting lassen sich die Werte oft nicht einmal ändern.