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.htaccess

oder auch .htaccess-Regeln

Männliche Person, frontal, schaut in die Kamera; trägt kariertes Hemd über dunkelfarbigem T‑Shirt; heller Innenraum mit unscharfem Monitor oder Poster links und Fenster rechts.

von Richard Albrecht am 29.10.2026

Die .htaccess ist eine Konfigurationsdatei, mit der sich der Apache für ein Verzeichnis und alles darunter einstellen lässt. Der Name steht für hypertext access, also Zugriff auf Hypertext; der Punkt am Anfang macht sie auf unixartigen Systemen zur versteckten Datei.

.htaccess

Eine Konfigurationsdatei, mit der Apache sich je Verzeichnis einstellen lässt.
Beispiel: „Die Weiterleitungen des Relaunchs stehen in der .htaccess.“

Auch: .htaccess-Regeln, Verzeichniskonfiguration. Wirkt nur bei Apache und bei LiteSpeed; nginx liest sie nicht.

Abgrenzung zur Hauptkonfiguration: Dieselben Anweisungen stehen dort schneller und für alle. Die .htaccess ist der Weg für jeden, der keinen Zugriff auf die Hauptkonfiguration hat.

Was in die .htaccess gehört

Weiterleitungen, also die 301-Regeln eines Relaunchs. Das Umschreiben von Adressen, damit ein CMS schöne Adressen ohne Dateinamen ausliefern kann. Zugriffsschutz für Verzeichnisse. Und HTTP-Header, etwa HSTS oder Vorgaben zur Zwischenspeicherung von Bildern.

Dazu die Angabe der eigenen Fehlerseite und das Erzwingen der verschlüsselten Verbindung. Beides sind zwei Zeilen, und beide gehören zum Aufsetzen jeder Seite.

Was nicht in die .htaccess gehört

Regeln, die niemand mehr versteht. Gewachsene .htaccess-Dateien mit hundert Zeilen aus mehreren Relaunches sind der Normalfall, und darin stehen Weiterleitungen auf Adressen, die es seit Jahren nicht gibt, oft in Ketten hintereinander. Jede Zeile wird bei jedem Aufruf geprüft.

Ebenfalls nicht hinein gehören Zugangsdaten und Schlüssel. Die Datei liegt im Dateibaum der Website, und eine falsche Serverkonfiguration gibt sie im Browser heraus. Was geheim bleiben soll, steckt in einer Datei außerhalb des öffentlichen Verzeichnisses.

Was die .htaccess kostet

Zeit bei jedem Aufruf. Apache sucht in jedem Verzeichnis des Pfades nach einer solchen Datei, liest sie und wertet die Regeln aus, und das für jede Datei einer Seite einzeln. Bei vielen kleinen Dateien summiert sich das messbar auf die Server-Antwortzeit.

Auf einem eigenen Server ist die Verzeichniskonfiguration deshalb oft abgeschaltet und die Regeln stehen in der Hauptkonfiguration. Auf geteilten Paketen bleibt die .htaccess die einzige Stelle, an der du überhaupt etwas einstellen kannst, und dann zählt, dass sie kurz bleibt.

Siehe auch:

Apache

Ein verbreiteter Webserver, der sich je Verzeichnis über .htaccess einstellen lässt.

#Hosting & Webserver

nginx

Ein Webserver, der viele gleichzeitige Verbindungen mit wenig Arbeitsspeicher bedient.

#Hosting & Webserver

Weiterleitungskonzept (301-Mapping)

Die Zuordnung jeder alten Adresse zu ihrem neuen Ziel vor einem Relaunch oder Umzug.

#Suchmaschinenoptimierung (SEO)

HTTP-Header

Zusatzangaben, die Browser und Server einer Anfrage oder Antwort voranstellen.

#Hosting & Webserver

HSTS

Eine Anweisung des Servers, diese Domain künftig nur noch verschlüsselt aufzurufen.

#Hosting & Webserver

404-Fehlerseite

Seite, die erscheint, wenn eine aufgerufene Adresse nicht existiert, zusammen mit dem Statuscode 404.

#Website-Struktur #Suchmaschinenoptimierung (SEO)