Ein Relaunch-Konzept plant den Umbau einer bestehenden Website. Es klärt, warum der Relaunch stattfindet, was aus dem Bestand übernommen wird, was sich ändert und wie der Wechsel abläuft, ohne dass Sichtbarkeit und Inhalte verloren gehen.
- Relaunch-Konzept
Die Planung des Umbaus einer bestehenden Website, einschließlich des Umgangs mit Bestandsinhalten, Adressen und Rankings.
Beispiel: „Im Relaunch-Konzept steht, welche 40 Seiten wir zusammenlegen.“Abgrenzung zur Website-Konzeption: Diese plant eine Website von Grund auf. Ein Relaunch-Konzept muss zusätzlich einen gewachsenen Bestand berücksichtigen.
Abgrenzung zum Redesign: Ein Redesign ändert die Gestaltung. Ein Relaunch greift auch Struktur, Inhalte und Technik an.
Was ein Relaunch-Konzept vom Neubau unterscheidet
Eine bestehende Website hat Adressen, die verlinkt sind, Seiten, die ranken, und Inhalte, die über Jahre gewachsen sind. Nichts davon darf beim Umbau verschwinden, ohne dass jemand die Folgen bedacht hat. Genau hier liegt der Unterschied: Ein Neubau beginnt bei null, ein Relaunch muss den Bestand mitnehmen oder bewusst verabschieden.
Den größten Teil der Arbeit macht deshalb die Zuordnung alt zu neu. Jede bestehende Adresse bekommt ein Ziel auf der neuen Seite, und wo eine Seite entfällt, wird auf die nächstpassende weitergeleitet. Eine Sammelweiterleitung auf die Startseite ist dabei die schlechteste Lösung, weil sie für Google einem Löschen gleichkommt.
Woran der Erfolg gemessen wird
Vor dem Umbau gehören die Ausgangswerte festgehalten: Rankings der wichtigsten Suchbegriffe, Zugriffszahlen je Seite, Anfragen pro Monat, Ladezeiten. Ohne diese Messung lässt sich hinterher nicht sagen, ob der Relaunch etwas gebracht hat, und im Zweifel diskutiert man über Eindrücke.
Realistisch ist eine Delle in den ersten Wochen. Suchmaschinen brauchen Zeit, die neue Struktur zu erfassen, und ein Rückgang von zehn bis zwanzig Prozent im ersten Monat ist normal, solange die Weiterleitungen stimmen. Wer das vorher ausspricht, erspart allen Beteiligten eine unnötige Aufregung.
Was im Konzept stehen sollte
Neben Zielen und Zeitplan gehören dazu die Zuordnung der Adressen, die Entscheidung je Bestandsseite, die neue Struktur, die Anforderungen an das CMS und ein Ablaufplan für den Umschalttag. Dazu die Frage, wer nach dem Start welche Prüfungen übernimmt, denn die ersten beiden Wochen entscheiden darüber, ob Fehler auffallen, solange sie sich noch billig beheben lassen.