Verschlüsselung in transit ist die Verschlüsselung von Daten, solange sie übertragen werden. Der bekannteste Fall ist HTTPS.
- Verschlüsselung in transit
Die Verschlüsselung von Daten, solange sie übertragen werden.
Beispiel: „Zwischen Anwendung und Datenbank läuft seit dem Umbau Verschlüsselung in transit.“Auch: Encryption in Transit, Transportverschlüsselung. Das übliche Verfahren dafür ist TLS.
Abgrenzung zur Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Die reicht bis zum Empfänger. In transit endet an jeder Station, die die Daten verarbeitet.
Wo Verschlüsselung in transit überall gebraucht wird
An mehr Stellen als zwischen Browser und Server. Dieselbe Frage stellt sich zwischen Anwendung und Datenbank, zwischen zwei Diensten im eigenen Rechenzentrum, beim Abholen von E-Mails, beim Hochladen einer Sicherung und bei jedem Aufruf einer fremden Schnittstelle. In älteren Häusern ist die Strecke zwischen Browser und Server verschlüsselt und alles dahinter nicht.
Warum sie beim Empfänger endet
Weil der Empfänger die Daten lesen können muss. Jede Station, die etwas mit den Daten tut, entschlüsselt sie, verarbeitet sie und verschlüsselt für die nächste Strecke neu; ein Lastverteiler oder ein vorgeschalteter Dienst sieht den Klartext also. Wer das nicht will, braucht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und die schließt jede Verarbeitung unterwegs aus.
Was im eigenen Netz gilt
Dieselbe Regel wie außerhalb. Die Annahme, das eigene Netz sei vertrauenswürdig, ist der Kern des Burggraben-Modells und damit überholt, siehe Zero Trust Architecture. Wer einmal drin ist, liest unverschlüsselten Verkehr zwischen zwei Diensten genauso mit wie draußen. Der Aufwand, auch interne Strecken zu verschlüsseln, ist heute gering, weil die Werkzeuge Zertifikate selbst verwalten.